Ayers Rock - Uluru -Kata Tjuta NP

Ayers Rock - Uluru - Kata Tjuta Nationalpark

 

Ayers Rock ResortWir kommen mit Quantas von Perth zum Ayers Rock. Nach der Ankunft am Flughafen Connellan holen wir unseren Mietwagen und beziehen zunächst unser Zimmer im architektonisch anspruchsvollem Ayers Rock Resort. Das Resort ist auch unter dem Namen Yulara bekannt und hat sich zur viertgrößten „Stadt" im Northern Territory entwickelt. Es wurde von Philip Cox, einem australischen Architekten, entworfen. Für 160 Millionen Dollar entstand ein Hotel- und Informationszentrum mit Polizei- und Rangerstation, Supermarkt, Tankstellen, Restaurants, Pubs und anderen Dienstleistungsbetrieben. Zu den Besonderheiten zählen weiße Segel, die für 1,5 Millionen Dollar in der sengenden Hitze Schatten spenden. Weitere Superlative sind die 130000 Bäume, die das Landschaftsbild auflockern sollen, die größte Wasserentsalzungsanlage der Welt, die Urlauber mit Trinkwasser versorgt, und das Kraftwerk, das mit 2300 Solarkollektoren den Strom für den gesamten Komplex erzeugt.
Das Ayers Rock Resort bietet Unterkünfte jeder Art, angefangen vom Caravan Park über preiswerte Unterkünfte in 4-Bett-Zimmern, bis hin zu gehobenen Hotelzimmern. Wir entscheiden uns für das Desert Garden Hotel, ein guter Kompromiss. Übrigens wer meint hier ist ja genug Platz, das Geld für die Übernachtung kann ich mir sparen: Buschcamping ist im Park strengstens untersagt.
Uluru - Kata Tjuta NPZunächst besuchen wir das moderne Besucherzentrum, wo wir uns von dem sowie sachkundigem Personal mit Informationsmaterial versorgen. Außerdem gibt es die üblichen Videofilme, Ausstellungen, Bücher usw. Im Kulturzentrum der Aborigines am Ayers Rock erfährt man auch alles Wissenswerte über die Ureinwohner und ihre Lebensgewohnheiten. Als wir das Visitor Center verlassen, trauen wir unseren Augen nicht. Im Resort gibt es sogar öffentliche Verkehrsmittel in Form des Free Resort Shuttle Bus. Für uns wird es Zeit fürs Abendessen, denn morgen wollen wir früh raus. Mit dem Essen ist es nicht so einfach wie mit der Hotelwahl. Nicht das es nicht genug gibt, jedes Hotel hat sein eigenes Restaurant, in dem man gut essen kann, aber im gesamten Resort ist es recht teuer. Wir entscheiden uns für BBQ unter freiem Himmel in der Pioneer Outback Lodge. Dazu kaufen wir uns das rohe Fleisch und braten es uns dann selbst auf den bereitstehenden Grills. Es gibt alles was das Herz begehrt: Huhn, Rind, Fisch, Steaks und auch Emu, Kängeru, Krokodil. Wahlweise mit und ohne Beilagen. Im Hintergrund spielt eine Live Band. Was will man mehr. Hier kommt echtes Outback-Feeling auf.
Am nächsten Morgen klingelt um 5:00 der Wecker. Wir wollen unseren perfekten Ayers Rock Tag mit dem Sonnenaufgang beginnen. Um 6:30 sind wir an der Viewing Area und genießen den Sunrise in vollen Zügen....

Sunrise Ayers Rock

 

Der Ayers Rock ist nicht wirklich hoch und doch bekannt wie ein Bergriese in den Alpen oder im Himalaya, er ist der Besuchsmagnet Australiens. Kein anderer einzelner Felsen ist weltweit so bekannt, keiner wird häufiger fotografiert, keiner hat wie er durch Farbe, Form und Image einen Kontinent charakterisiert. Die Maße des nach Mt. Augustus zweitgrößten Monolithen der Welt sind: 9,4 km Umfang, 2,4km Breite, 3,6km Länge und 348 m Höhe (867 m über NN), 3,3 km2 Fläche. Geologen schätzen das Alter des grauen Arkosesandsteins auf 600 Millionen Jahre. Seine rote Farbe erhält er durch die Oxydation von eisenhaltigen Gesteinsanteilen. Die eigentliche Farbe ist grau. Man nimmt an, dass sich die Gesteinsformation noch 2 bis 3 km unter der Oberfläche in die Tiefe fortsetzt und nur 1/3 des Monolithen überirdisch liegen. Auch wenn man den "Rock" immer noch als den größten zusammenhängenden Felsen verkaufen möchte, ist Mt. Augustus in Westaustralien doch zweieinhalbmal größer. Seinen Ruhm verdankt der Ayers Rock denn auch der Tatsache, dass er völlig unvermittelt aus der sandigen Ebene ragt. Eine Bergspitze, die ebenso wie die 30 Kilometer entfernten Olgas der jahrtausendelangen Erosion standhielt und bei wechselndem Tageslicht alle Farbschattierungen zwischen Rosa, Orange und Purpur annimmt, wie ihr hier deutlich erkennen könnt.

 

Sonnenaufgang Ayers Rock

 

The Brain - Ayers Rock


 

Entlang dem an der Basis verlaufenden Fußweg führt eine Asphaltstraße um den Fels, auf diese begeben wir uns jetzt. Aus der Ferne wirkt der Rock ganz glatt und wohlgerundet, aus der Nähe sieht er jedoch aus wie ein faltiger alter Elefant. Er ist reichlich zerklüftet. Einer der markantesten und fotogensten Spots auf unserer Runde um den Ayers Rock ist “The Brain”, eine Felsauswaschung in der charakteristischen Form eines menschlichen Gehirns.

 

 

The Brain - Uluru


Fahrt um den UluruDer Uluru / Ayers Rock gehörte schon immer zu dem Stammesgebiet der Mutitjulu- und Uluritdjas-Aborigines. Hier vollzogen sie über 10.000 Jahre lang ihre Riten. 1872 und1 873 zogen William Gosse und Forscher Ernest Giles durch das Red Center um es zu vermessen. In der üblichen „das-gehört-jetzt-uns-Eroberungsmanier" beschlagnahmten sie das Gebiet. William Gosse benannte den Uluru nach Henry Ayers, dem späteren Premierminister von South Australia. Anfang des 19. Jahrhundert entstand, wo die Grenzen des Northern Territory, Süd- und Westaustraliens aufeinandertreffen, ein großes Aborigines-Reservat, das das Gebiet von Uluru einschloß. Bis in die 20er Jahre drangen nur wenige Weiße in das unzugängliche Land vor, allenfalls Abenteurer wie Lasseter oder Dingojäger auf der Jagd nach Kopfprämien.

Fahrt um den Ayers RockTouristisch war Ayers Rock zu jener Zeit ein Neuling. Zwischen 1931 und 1946 bestiegen ihn 22 Besucher, soviele wie heute in einer Stunde. Die erste organisierte Tour brachte Schüler aus Sydney, die noch in Zelten schliefen, denn erst 1959 wurden die ersten Motels und Hotels gebaut. Zwischen 1982 und 1983 legte man das Yulara Resort, das heutige Ayers Rock Resort an.
1976 entschlossen sich die Anangu Aborigines zum Kampf um ihr Land, der nicht zuletzt ihr Überleben und das Wissen um ihren Ursprung sichern sollte. Ganze zehn Jahre brauchte die Regierung, bis sie den Besitzanspruch der Aborigines anerkannte. Am 26.10.1985 gab man den Ureinwohnern ihr Land zurück, schloss aber mit ihnen gleichzeitig einen Pachtvertrag auf 99 Jahre. Der ANPWS (Australian National Park and Wildlife Service) zahlt eine jährliche Summe von AU$ 75000 plus ein Viertel der Eintrittsgelder an die Aborigines. Etwa 150 Anangu sind heute im Parkgebiet beheimatet.

Ayers Rock Panorama

 

Risse im Ayers RockCrack - Ayers Rock

 

 

 

 

 

 

 

 

Crack - Uluru

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Weiter geht es, dem Sonnenuntergang entgegen...