Pinnacle - Wonderland Area-Grampians NP

Grampians National Park - Wonderland Area - Pinnacle

 

Ela auf dem Pinnacle TrailSo, nun geht es auf große Wanderung. Der Grampians National Park verfügt über 160 km Wanderwege. Sie variieren vom gemütlichen Spaziergang bis zur herausfordernden Kletterpartie. Die Wonderland Area oder Wonderland Range der Grampians ist das beliebteste Gebiet bei den Besuchern. Wasserfälle, spektakuläre Aussichten und faszinierende Felsformationen, sind zu erwandern. Wir haben uns für die Wanderung zum Pinnacle entschieden.

Wonderland Area - Grampians National Park

 

 

 

 

 

 


 

Holger im Grand Canyon - Grampians National Park Silent Street - Grampians National Park

 

 

Der populärste Aussichtspunkt in den Grampians ist über drei verschiedene Wanderwege zu erreichen. Von Sundial Picnic Area über einen 4 km Weg, bis zum Gipfel des Bellfield und dann über den Kamm bis zum Pinnacle. Die zweite Möglichkeit ist über den 10km langen Wonderland Loop, der in Halls Gab beginnt und endet. Wir aber entschließen uns für den dritten Weg, der am Wonderland Car Park beginnt und durch die schönsten Abschnitte führt. Der Weg ist oneway 5km lang und führt vorbei an phantastischen Felsenformationen mit stets neuen schönen Ausblicken.

 

 

Pause auf dem Weg zum Pinnacle

 

Der Weg ist ausgeschildert oder besser gesagt markiert. Meistens sind kleine roten Dreiecke auf den Felsen gemalt, aber man muss etwas suchen um sie zu entdecken. Die Wanderung ist von Anfang an sehr spektakulär. Zunächst geht es durch eine Schlucht mit dem etwas übertriebenen Namen Grand Canyon. Der Weg durch enge Felsgänge ist immer wieder nur mit über in Stein gehauenen Leitern zu bewältigen. Dann folgt eine ganz enge Schlucht, die Silent Street auch hier ist wieder klettern angesagt. Sie macht ihrem Namen alle Ehre, denn beim Durchwandern der Schlucht erstummen scheinbar alle Umgebungsgeräusche.

 

 

Wonderland Trail - Grampians National Park Wonderland Loop - Grampians National Park

 

 

 

 

 

 


 

Weg zum Pinnacle - Grampians National Park

Unterwegs kommen wir an vielen bizarren Felsformationen vorbei. Aber nicht nur Felsen sind zu bewundern, sondern auch viele Pflanzen und einige Tiere. Überhaupt, etwa ein Drittel der Pflanzen- und Tierarten in Victoria sind im Grampians heimisch. Die farbenprächtigen Wildblumen ließen die Grampians über die Grenzen Victorias hinaus bekannt werden, doch auch die weniger auffälligen Vertreter unter den fast 900 hier beheimateten Pflanzenarten sind nicht weniger faszinierend. Die Hauptblütezeit dauert von Anfang September bis November, doch Australheide, Victorias Blumensymbol, blüht auch noch im Winter.

 

Ela auf dem Weg zu dem PnnacleUnter den fast 200 im Park gezählten Vogelarten sind viele Arten von Honigessern. Außer den Wanderfalken, die in den Felsen nisten, sind die Vögel in der Regel Waldbewohner, wie Kookaburra, Nasenkakadu, Dornastrild oder Rotbauch-Dickkopfschnäpper. Von den 35 Säugetierarten, die hierzu Hause sind, sind Kängurus, Possums, Schnabeltiere und Koalas am besten zu beobachten.
Das letzte Stück geht über flachen Felsen, aber immer bergauf. Wir sind froh als wir oben ankommen. Erst mal durchschnaufen und dann zur Aussichtsplattform.
Ela am Ziel

 

 

 

 

 

 

 

Der Aussichtpunkt selbst ist kaum einen Meter breit und mit Gittern gut abgesichert, links und rechts vom Spot ist keine Absicherung vorhanden.

Pinnacle Lookout - Grampians National Park Pinnacle Overlook  -Grampians National Park

 

 

 

 

 

 

 

Holger am Pinnacle Overlook

 

 


 

Pinnacle im Grampians National Park

 

 

 

 

 

 

 

Trotzdem, oder gerade deshalb macht es großen Spaß sicht hier auf die Felsnase zu setzten und das Panorama zu genießen. Hier 686m hoch fallen die Felswände schroff in die Tiefe ab. Weit unten im Tal kann man Halls Gap, Lake Bellfield und Mt. William Range gut erkennen.

Pinnacle Panorama - Grampians National Park

 

Emus im Grampians National Park Für uns wird es leider schon wieder Zeit den Grampians National Park zu verlassen. Auf dem Weg aus dem Park heraus haben wir dann noch einige Emus gesehen. Also sofort Stopp und raus aus dem Wagen. Emus sind verspielte und vor allem sehr neugierige Vögel, deshalb komme ich auch dicht genug heran um sie zu fotografieren. Man weiß von zahmen Emus, dass sie schlafende Hunde in den Schwanz zwicken und dann so schnell wie möglich das Weite suchen. Wilde Emus wurden auch schon bei einer Art Fangspiel untereinander beobachtet. Emus sind, obwohl sie mehr Ähnlichkeit mit dem afrikanischen Strauß haben, näher mit den Kasuaren im tropischen Australien verwandt. Anders als diese jedoch besiedelt der bis zu 2 m hohe und 55 kg schwere Emu die ariden und semiariden Landstriche. Hier kann er bei drohender Gefahr über die offenen Flächen flüchten und ist bei einer Spitzengeschwindigkeit von 50 km/h nur schwer einzuholen.
EmuEmus zeigen wenig partnerschaftliches Brutverhalten. Nach der Begattung legt das Weibchen ihre Eier in das vom Männchen gebaute, unauffällige Nest und sucht dann das Weite. Das Weibchen hat keinerlei Interesse an der Brutpflege und schließt sich einer anderen umherziehenden Gruppe an. Das verlassene Männchen hat dann ganz allein die Arbeit und muss 8 bis 10 Wochen lang die riesigen Eier (ca. 650 g) ausbrüten. Auch nach dem Schlüpfen möchte das Weibchen nichts mit dem Nachwuchs zu tun haben. Aufzucht und Pflege ist ganz allein Männersache. Da Emus ungefähr zwei Jahre brauchen, bis sie erwachsen sind, hat das Männchen die Brut ganz schön lange am „Hosenzipfel“.

Nun ab unter die Dusche...