Acadia National Park

Acadia National Park

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Acadia National ParkVon Bar Harbor aus sind wir in wenigen Minuten im Acadia National Park, der wie erwähnt, der einzige Nationalpark im Nordosten der USA ist. Insgesamt ist der Nationalpark ein wenig zersiedelt. Der größte Teil liegt auf Mount Desert Island, aber Teile befinden sich auch auf der Spitze der Schoodic Peninsula auf dem Festland oder auf den umliegenden Inseln.
Acadia ist ein Naturpark der seines Gleichen sucht. An der Küste wunderschöne Buchten, Fjorde und Klippen und im Inland Flüsse, Seen und Wälder ohne Ende. Die Landschaft ist noch relativ jung. Vor 15000 -20000 Jahren schoben sich bis zu 3 Kilometer dicke Gletscher über das Land und formten die Landschaft. Als dann die Gletscher am Ende der Eiszeit abschmolzen stieg der Meeresspiegel an und die jetzt vorhandene Küste bildete sich heraus.

Acadia National Park - Panorama

Sand BeachEntdeckt wurde das ganze Gebiet von einem alten Bekannten. Der Herr hat uns eigentlich während der gesamten Reise verfolgt. Samuel de Champlain kam 1604 auf einer seiner Reisen in das Gebiet und nannte die Insel L 'Isle des Monts Deserts. Frei übersetzt: Insel der kahlen Berge. Kahle Berge? Wäre er mal von seinem alten Kutter runtergeklettert, dann hätte er sich einen treffenderen Namen einfallen lassen. Grünere Hänge gibt es ja kaum.
Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten die Reichen „Newporter“ die Mount Desert Island neu. Für die Sommermonate bauten sie sich schöne Villen und kreuzen in der Zeit mit ihren Jachten vor der Küste.

Ela und Holger am Sand Beach

 

 

Schon bald kamen mehr und mehr, schnell wurden es zu viele und die ersten „Siedler“ hatten vor einer Kommerzialisierung der Insel Angst. Deshalb entschieden sich die Rockefellers und Co zu einer Landschenkung, um die Gründung des Nationalparks zu ermöglichen. D. Rockefeller Jr. verschenkte etwa ein Drittel des heutigen Parkgeländes. Der Teil der Insel der nicht zum Nationalpark wurde, befindet sich noch heute in Privatbesitz, auch die Rockefellers haben hier noch heute ein Anwesen. Außerdem gibt es auch noch Fischerdörfer wie Bass oder Seal Harbor auf Mount Desert Island. Durch die Schenkungen war Acadias Grundbesitz lange Zeit so zerstückelt, dass sich bis 1986 keine Parkgrenze verlegen ließ.
Sand Beach - Acadia National ParkWie so oft ist unser erstes ziel im Park das Visitor Center, wo wir den Eintritt bezahlen und mit Informationen versorgt werden. Zum Beispiel erfahren wir hier, dass der Acadia NP der fünftkleinste Nationalpark der Vereinigten Staaten ist, aber mit  4,2 Millionen im Jahr immerhin die zweithöchste Besucherzahl hat. Bereits auf den ersten Parkkilometern haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf die Inselwelt der Frenchman Bay. Wenn das Wetter klar ist, sollte man eigentlich sofort auf den Cadillac Mountain, die höchste Erhebung im Acadia National Park, denn das Wetter kann sich sehr schnell ändern und dann sieht man da oben gar nichts. Da das Wetter heute aber so genial ist und auch den ganzen Tag bleiben soll, sind wir mutig und fahren erst die 20 Meilen langen Park Loop Road ab. Nach vielen Stopps, mit tollen Ausblicken entlang der Parkstraße, erreichen wir Sand Beach.


Sand Beach - Panorama

Pothole im Acadia National ParkDiese hübsche, von Felsen eingerahmte Bucht, ist der einzige Sandstrand im National Park. So schön der Strand auch ist, zum Baden würde man mich nie in das Wasser bekommen, denn selbst in den Sommermonaten wird das Atlantikwasser hier nie wärmer als 15°C. Also belassen wir es bei einem Spaziergang am Strand und suchen einen Spot, um von oben auf den Strand zu schauen.

Bubble Rock - Acadia National Park

 

 

 

Dazu verlassen wir den Strand und kehren zurück auf die Parkstraße. Nach einigen Metern sind links Haltebuchten und durch die Büsche erkennen wir den Strand. Hmm das ist es noch nicht, aber ein Stück weiter unten sehen wir einen Weg, also los. Schon nach wenigen Metern auf dem Wanderweg sehen wir einen Zugang durch die Büsche auf ein Plateau, welches diesen tollen Blick freigibt. Da hat sich das suchen doch gelohnt.
 

Der nächste Spot ist nur ein paar Meter weiter. Wir halten am Pothole und Bubble Rock. Es handelt sich um gelb-orange Felsen, die wie Würfel an der Küste aufgetürmt scheinen. Wir nutzen die Felsen als Bank und machen eine Pause. Schön ist es hier in der Sonne.

 

Ela, Holger, Peter und Nicole -  Acadia National Park

 

 


 

Ein weiterer Halt, um die Küste Maines genießen zu können, sind die 33m hohen Otter Cliffs. Am Parkplatz fahren wir zunächst vorbei, denn die Steilküste ist zunächst von Büschen verdeckt und es lässt sich kein lohneswerter Stopp erahnen. Tja was nun, umdrehen ist nicht, denn hier ist ein kurzes Stück Einbahnstraße. Also stellen wir den Wagen kurzer Hand rechts an die Seite und gehen ein Stück zurück. Der Aufwand hat sich gelohnt. Eine sonnenbeleuchtete Steilküste liegt uns zu Füßen und der Blick geht weit an der Küste entlang. Hier wird das herbe Flair der Küste von Maine deutlich. Draußen auf dem Meer schaukeln die Bojen, als Markierung für die Hummerfallen. Fotos, Fotos und noch mal Fotos, bis es schließlich weiter geht.

 Otter Rock - Acadia National Park Acadia National Park

 

 

 

 

 

 

 

 

Otter Rock - Acadia - Panorama


Ela unmd Holger auf dem Cadillac MountainNach Otter Rock verlässt die Parkstraße die Küste und wendet sich ins Inland. Unser nächstes Ziel im Park ist der Cadillac Mountain. Die Strecke schlängelt sich über 3,5 Meilen zum Gipfel hinauf. Unterwegs locken immer wieder kleine Parkbuchten, die den Blick auf die Landschaft freigeben. Im nach hinein kann ich nur sagen: Bleibt standhaft! :-)))

Frenchman Bay - Bar Harbor

 

 

 

 

Es lohnt nicht hier anzuhalten. Der Blick ist zwar schön, es handelt sich nur um einen kleinen Ausschnitt von dem was man oben in voller Pracht geboten bekommt. Der Cadillac Mountain ist der höchste Berg der Ostküste Amerikas nördlich von Brasilien. Wenn man das liest, denkt man, wow der muss aber hoch sein. Es sind ganze 460m. :-)))

 

Cadillac Mountain - Acadia National Park - Panorama

 


Cadillac Mountain - Frenchman BayDas ist halt mal wieder einer die typisch amerikanischen Rekorde. Wo keine Berge sind ist auch ein Hügel der höchste Berg. Die entscheidende Stelle bei dem Rekord ist halt „an der Küste“. Wie dem auch sei, es ist bei gutem Wetter ein genialer Platz.

Ela auf dem Cadillac Mountain - Acadia National Park

 

 

 

 

 

Vom Parkplatz aus führt uns ein Rundweg zu verschiedenen Aussichtspunkten, die Blicke komplett über Mount Desert Island freigeben. Bei solch gutem Wetter wie wir es haben, hat man recht gute Fernsicht. Wir schauen auf die Frenchman Bay und die Bluehill Bay. Wir sehen Bar Harbor und seine vorgelagerten Inseln. Insgesamt bietet sich uns ein traumhafter Blick von oben auf die grandiose Wasserlandschaft. Von oben sehen wir fast alle Spots, die wir vorhin abgefahren sind. Es könnte also auch sinnvoll sein, zunächst auf den Cadillac Mountain zu fahren und sich zu orientieren. Für uns war es so auch okay.

 

Cadillac Mountain - Acadia National ParkEla auf dem Cadillac Mountain - Acadia National Park

 


 

 

 

 

 

 

Ela unmd Holger auf dem Cadillac MountainWir haben uns im Acadia National Park hauptsächlich auf die Küste und den Cadillac Mountain beschränkt, der Park bietet aber auch noch über 130 Meilen Wanderwege. Alleine John D. Rockefeller Jr. hat 57 Meilen Kieswege gefördert. Als Wanderwege und für Pferdekutschen. Bereits 1917 hatte er Angst das neumoderne Automobil würde die Insel zerstören und sperrte seine Wege für das Auto. Auch als Rockefeller 4500 Hektar seines Landes dem Park übereignete blieben die Wege fürs Auto gesperrt.

 

Cadillac Mountain Abfahrt

 


Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, der kann auch noch die zum Nationalpark gehörenden Inseln besuchen. Zum Beispiel kann man mit dem Postschiff nach Town Landing auf der Isle au Haut. Die Überfahrt beginnt in Stonington an der Südspitze von Deer Isle. Deutlich erschlossener ist Baker Island. Von Northeast Harbor im Süden von Mt. Desert Island kann man die Insel mit Ausflugsschiffen erreichen. An Bord erklären sogar Ranger die umliegende Natur und berichten über die Geschichte von Acadia. Auf der Insel wandert man mit einem Führer, der einem die Highlights nahe bringt. Sicher auch schön, aber kostet einen vollen Tag und was soll ich sagen, den haben wir nicht.
 

Wir sind von hier weiter nach New Hampshire, und ihr...