Cape Breton - Cabot Trail

 

 

 

Kirche am Cabot TrailDer Cabot Trail liegt im nördlichen Teil von Nava Scotia, genauer gesagt auf Cape Breton Island. Um auf diese Insel zu gelangen fahren wir den 1800 m langen Damm und Causeway über die Strait of Canso. Wir haben geplant den Cabot Trail an einem Tag zu fahren und somit beschließen wir den Anreisetag in Port Hastings, wo wir in der Skye Lodge nächtigen. Die Lodge ist nichts Besonderes und ich hätte sie nicht unbedingt erwähnt, aber dass Restaurant im Lodge ist schon mehrfach zum besten Restaurant auf Cape Breton Island gewählt worden. Auch wenn ihr hier nicht übernachtet, solltet ihr hier ein Essen einplanen.
Gift Shop am Cabot Trail

 

 

Am nächsten Morgen geht es früh raus aus den Federn, denn der Cabot Trail ist über 100km lang und wir haben auch noch ein paar Wanderungen auf dem Zettel, na mal sehen was wir alles so schaffen.

 


Cabot Trail

 

 

Schon bei der Planung gilt es zu überlegen, ob neben dem Cabot Trail auch der Ceilidh Trail bereist werden soll. Dieser führt von Port Hastings die #19 entlang und trifft südlich von Cheticamp auf den Cabot Trail. Wir haben uns dagegen entschieden, weil man einen weiteren Tag benötigen würde und weil er bei unserer Meinung nach nicht so spektakulär ist.

 

 

Landschaft am Cabot Trail

Ortschaft am Cabot Trail

 

Also fahren wir von Port Hastings zunächst den TCH #105 am Bras d'Or Lake entlang, einen langgestreckten, weitverzweigten Salzwassersee. Der See erstreckt sich weit über Cape Breton und teilt die Insel fast in der Mitte. Kurz vor Baddeck biegt der Cabot Trail nach links in Richtung Osten ab. Baddeck wäre ebenfalls eine gute Option als Startpunkt für eine Rundfahrt auf dem Cabot Trail. Der Ort liegt schön am Bras d'Or Lake und es gibt ein paar gute Übernachtungsmöglichkeiten.

 

Landschaft am Cabot Trail

 

Durch den See ist Baddeck insgesamt ganz gut touristisch entwickelt und bietet auch eine Menge Wassersportmöglichkeiten. Der Bras d'Or Lake ist wie schon erwähnt ein Salzsee, aber er wird auch von fünf größeren Flüssen gespeist. In Baddeck steht auch das Museum Alexander Graham Bell National Historic Site, zu Ehren des Erfinders des Telefons. Alexander Graham Bell lebte jeden Sommer einige Monate in seinem Ferienhaus am Bras d'Or Lake.

 


Unterwegs auf dem Cabot Trail

 

So nun aber rauf auf den Cabot Trail, an dessen Einfahrt natürlich erst einmal ein Gift Shop steht, angehalten haben wir natürlich nicht, aber für ein Bild hat es doch gereicht. Der Cabot Trail gilt als eine der schönsten Panoramarouten der Welt und das wie sich herausstellen wird zu Recht. Zunächst allerdings ist der Verlauf nicht besonders spektakulär, wir fahren durch Wiesen und Felder im Tal des weitläufigen Margaree River. Der Fluss ist übrigens einer der lachsreichsten Flüsse Ostkanadas.

 

Chetikamp am Cabot Trail

Hier liegt auch ein Lachsmuseum, dass wir aber auch da liegen lassen, denn wir wollen schnell zu dem Teil des Cabot Trails voller herber Schönheit vordringen.
Wenn man den Namen Cabot Trails hört kann man sich schon vorstellen wo der Name herkommt. Ein Herr Cabot war bestimmt zu erst in dieser Gegend und genau so ist es auch. John Cabot, ein Seefahrer der unter englischer Flagge unterwegs war, stieß 1497 auf Cape Breton Island. Das er das Land für Asien hielt, hat er ja mit einem anderen Herren, der sich etwas weiter südlich um die gleiche Zeit herumgetrieben hat, gemeinsam. Wir erreichen die Küste bei Margeree Harbour und hier sieht das alles schon sehr schick aus, wenn auch noch ein wenig platt, aber auch das soll sich ja bald ändern.

 

 
Chetikamp am Cabot TrailLandschaftlich geht es zwischen Margeree Harbour und Cheticamp genauso weiter, es erinnert Peter und Nicole irgendwie an Irland, wo die Zwei im letzten Jahr waren. Da können wir nicht mitreden, aber in Bildbänden über Irland sieht es doch oft ähnlich aus. Viele Hügel, viele Kurven und Wiesen die bis ans Meer reichen. Nur die Sprache in dieser Gegend ist eine völlig andere, denn hier spricht man wieder französisch. Wir sehen auch viele französische Fahnen, allerdings mit einem gelben akadischen Stern versehen. Kein Wunder, denn Cheticamp ist die bedeutendste akadische Siedlung auf Cape Breton. Die Traditionen und Bräuche ihrer französischen Ahnen werden hier besonders intensiv gepflegt. Chetikamp, im Reiseführer als letzter größerer Versorgungsort vor dem Cape Breton Highlands National Park betitelt, ist insgesamt doch sehr überschaubar. Größerer Ort muss man halt aus kanadischer Sichtweise sehen. Ja es gibt das eine oder andere B&B und man bekommt auch was zu essen, aber es ist doch nicht viel mehr als eine kleines Dorf. Die Einwohner leben vom Fischfang oder dem Tourismus. Man kann hier Whale-Watching Touren buchen und sieht mit großer Sicherheit Mink- und Finwale.

Rein in den Cape Breton Highlands National Park...