Cordoba

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Cordoba
Die nächste Stadt nach Granada und der Alhambra wird es schwer haben, dass war klar, na mal sehen wie Cordoba sich schlägt...
Einst war Cordoba die viel gerühmte Stadt der Kalifen. Von hier aus regierten sie ihr mächtiges Reich, das sich zeitweise bis zu den Pyrenäen erstreckte. Mit dem Glanz von Cordoba konnten sich zur damaligen Zeit nur Konstantinopel und Bagdad messen.

Mezquita - CordobaDie Stadt am Rio Guadalquivir zählte in jenen Tagen fast 1 Mio. Einwohner. Die Mezquita ist die kostbarste Hinterlassenschaft der Omaijaden.
Mit dem Sieg der Mauren über die Westgoten bahnte sich die größte Blütezeit an. Im Jahr 756 wurde Cordoba zum Emirat (Fürstentum) ernannt. In der Mitte des 10. Jh. wurde Cordoba  zum strahlenden Mittelpunkt des unabhängigen Kalifat des Westens, Al-Andalus. Die Omaijadenherrschaft zeichnete sich vor allem durch die Toleranz gegenüber Andersgläubigen aus. Juden und Christen konnten, sofern sie sich der arabischen Herrschaft unterordneten, ihren Besitz behalten und ihre Religion frei ausüben.
Straßenbeleuchtung, Kanalisation, öffentliche Badeanstalten, unentgeltliche Schulen und Krankenhäuser deuten auf den hohen Entwicklungsstand der Kalifenherrschaft hin.

Mezquita - CordobaDas Ende dieser glanzvollen Zeit wurde durch innere Streitigkeiten um die Regierungsmacht herbeigeführt, die in einem Bürgerkrieg gipfelten. Fanatische berberische Söldner zerstörten 1010 die prächtige, vor den Toren Cordobas gelegene Kalifenstadt Medina Azahara. Im Jahr 1031 zerfiel das Kalifat endgültig. Cordoba verlor seine Vorrangstellung an Sevilla. 1236 eroberte Ferdinand III Cordoba für die Christen zurück. Die Stadt fungierte fortan als Operationsbasis für die weiteren Eroberungszüge der Christen.
In Cordoba kannte sich sogar unser Navi aus. Wir fanden ohne Probleme unser Hotel und auch in der Stadt war ein Parkplatz schnell gefunden. Na das war doch schon mal ein guter Start. Zunächst zog es uns zu der zweifellos größten Attraktion Cordobas, der Mezquita.

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Die Mezquita zählt zu den großartigsten Werken islamischer Baukunst. Heute sprechen die Cordobesen von ihr als Moschee-Kathedrale, denn die Kathedrale von Cordoba wurde im 16. Jh. auf Veranlassung von Kaiser Karl V. mitten in die omaijadische Moschee  hineingebaut. Als Karl V. einige Jahre später das Werk begutachtete, soll er gegenüber dem Domkapitel geäußert haben: »Hier hat man etwas erbaut, was man überall hätte bauen können, aber etwas zerstört, was einmalig gewesen ist.«
Der Grundstein für die Moschee wurde im Jahr 785 gelegt. Im Laufe der Omaijadenherrschaft wurde die Moschee insgesamt dreimal vergrößert. Die letzte und größte Baumaßnahme veranlasste der despotische Großwesir Almansur. Damit erreichte die Moschee, den Vorhof mit eingerechnet, die gewaltigen Ausmaße von 22400m². Die Gründe für die Erweiterungen der Moschee sind einerseits in der stetig wachsenden Bevölkerung, andererseits auch in dem zunehmenden Repräsentationsbedürfnis der Omaijaden zu sehen. Als Kaufe des Westens standen sie in unmittelbarer Konkurrenz zum östlichen Kalifat von Bagdad.

 

Moschee-Kathedrale - CordobaNachdem wir den Innenhof erkundet haben gehen wir in die Mezquita. Im Inneren der Moschee müssen sich die Augen zunächst an das mystische Halbdunkel gewöhnen.
Einzigartig und ergreifend ist der Raumeindruck, der durch die über 800 Säulen entsteht, die sich zu einem schier endlosen Säulenwald verdichten. Für die gläubigen Muslime steht dieses immer wiederkehrende Motiv für die Unendlichkeit und Allgegenwart Allahs. Ach so, na ja....
Durch eine doppelte Reihe von Hufeisenbögen verliehen die Baumeister dem Raum die notwendige Höhe. Die Bögen setzen sich zusammen aus roten Ziegel- und weißen Kalksteinen.

 

Mesquita - CordobaMesquita - Cordoba

 

 

 

 

 

 

 

MezquitaKathedrale - Cordoba

 

 

Die Kathedrale mitten in der Moschee reißt uns unvermittelt aus dieser Welt von Tausendundeiner Nacht heraus. Ihretwegen wurden 63 Säulen entfernt und somit die durch den Säulenwald erzeugte Perspektive zerstört. An anderer Stelle würde man das Gotteshaus entsprechend zu würdigen wissen, hier aber empfinden wir es eher als störenden Fremdkörper.

 

 

 

 

Holger, Ela und nicole

 

 

 

Nach so viel Kultur brauchen wir erst einmal eine Pause.
Wir verlassen die Mezquita und gehen zum Rio Guadalquivir.

 

 

 

 

Festungsturm Torre de la Calahorra - CordobaPuente Romano - Cordoba

 

 

 

 

 

 

 

Puente Romano - Cordoba

 

Der Fluss wird überspannt von einer 16-bogigen Brücke, der Puente Romano, deren Ursprünge auf die römische Zeit zurückgehen. Am anderen Ende der Brücke steht der Festungsturm Torre de la Calahorra aus dem 14. Jh. Von der Dachterrasse aus soll man  einen schönen Blick auf die Mezquita haben, aber der Spaß soll 4€ kosten. Nö, für die paar Meter Turm? Hier hört es auf, wir gehen den Fluss entlang und finden auch hier schöne Stellen, um den Blick auf die Stadt zu genießen.

 

 


La Juderia - CordobaCalleja de las Flores - Blumengasse - Cordoba


 

Als nächstes wollen wir uns das in vielen Reiseführern hoch gelobte Judenviertel La Juderia ansehen. La Juderia beginnt direkt hinter der Mezquita. Das Labyrinth der engen weiß getünchten Gassen gefällt uns aber nicht wirklich. Überall stinkt es erbärmlich. Das Judenviertel in Sevilla gefällt uns da viel besser.
Die Calleja de las Flores - die Blumengasse, die in einen hübschen Platz mündet, von dem sich ein herrlicher Blick auf den Glockenturm der Kathedrale bietet, ist der einzige Höhepunkt.

 

 

Es ist Zeit zum Abendessen. Wenigstens ein schönes Restaurant finden wir hier. Wir sitzen bei gutem Essen und einen Bierchen nett im Innenhof.

Restaurant mit Innenhof - CordobaHolger, Ela, Nicole und Peter

 

 

 

 

 

 

 

 

Almodovar del Rio

 


Insgesamt hat uns Cordoba enttäuscht. Wenn die Mezquita nicht wäre, könnte man es bei der Reiseplanung weglassen.
Auf dem Weg von Cordoba nach Sevilla ist uns in Almodovar del Rio die Festung Castillo de Almodóvar über den Weg gelaufen. Zur Auflockerung für unterwegs ganz nett, man kann sie auch besichtigen.

Doch uns zog es weiter nach Sevilla...