Crater Lake NP

Crater Lake National Park

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Anfahrt auf den Crater Lake NPCrater Lake
Wir haben uns den Crater Lake von Süden über die SR62 genähert. Vor unserem Abflug haben wir uns im Internet erkundigt und gesehen, dass die Nordausfahrt immer noch gesperrt ist. Na ja, es ist Mitte Juni, damit haben wir gerechnet. Das Rim Village ist das ganze Jahr über die SR62 erreichbar. Laut NPS Internetseite kommen wir bis Disovery Point und müssen dann umdrehen. Okay, besser als nichts.

 Steel Visitor Center

 

 

Aber es kam anders. An der Parkeinfahrt bekamen wir nicht nur die üblichen Karten, sondern auch die freudige Information, dass die Nordausfahrt heute um 12:00 geöffnet wird. Na wenn das kein Glück ist.
Der einst fast 3.700 m hohe Vulkan Mount Mazatna stürzte nach einem Ausbruch vor 6.800 Jahren in sich zusammen, und bildete einen Krater von 11 km Durchmesser. Im Laufe der Jahre füllte sich der abflußlose Kessel mit Regen- und Schmelzwasser, der Crater Lake entstand. Der heute zu beobachtende Wasserstand des bis zu 589 m tiefen Sees variiert wegen eines ungefähren Gleichgewichts zwischen Verdunstung einerseits und frischer Wasserzufuhr andererseits nur geringfügig. Als Folge eines jüngeren Ausbruchs innerhalb des Kraters erhob sich Wizard Island im Westen des Sees. Der sichtbare Teil der Insel ist die Spitze eines Vulkans im Vulkan. Im Steel Information Center und im Visitor Center des Rim Village werden die Details dieser Vorgänge eindrucksvoll erläutert.
Sinnott Memorial OverlookDer Crater Lake ist mit 590m der tiefste See der USA und auf der Welt gibt es nur sechs Seen, die tiefer sind!
Seine Wasseroberfläche liegt rund 1,880 m hoch. Der höchste Punkt des Kraterrandes ist Hillman Peak mit 2.488 m. Durchschnittlich fallen hier im Winter 15 m Schnee. Die maximale gemessene Schneehöhe im Winter beträgt am Rim Village 5,5 m. Die Fläche des Sees: über 53 km², Wassertemperatur: 15 °C im Sommer. Nur selten friert er im Winter zu. Dank der kolossalen Wassermenge wird im Sommer ausreichend Wärme gespeichert, um auch bei anhaltendem Dauerfrost der Vereisung lange widerstehen zu können.
Das charakteristische Merkmal des Sees ist seine ungewöhnliche, faszinierende und unvergleichlich schöne blaue Farbe. Sinnott Memorial OverlookDie Färbung kommt durch fehlende Zu- und Abflüsse zustande; das Wasser steht extrem still und hat daher wenig Schwebstoffe. Die Brechung des Sonnenlichts hei Einfall in das Wasser erfolgt daher anders als in den meisten anderen Gewässern.
Der See enthält kaum Mineralien und Verunreinigungen. Seine einzigen Fischarten-Regenbogenforelle und Kokanee-Lachs - wurden eingesetzt. Wenn Sonnenlicht in diesen tiefen, reinen See eindringt, absorbieren die Wassermoleküle alle Farben des Spektrums außer Blau: dies streut an die Oberfläche zurück. Forscher haben Grünalgen in einer Rekordtiefe von 220 m gefunden, was bedeutet, daß Licht hier tiefer dringt als in irgendeinem anderen Gewässer der Welt. Noch ist das Ökosystem von Crater Lake nicht restlos erklärt. Mit einem bemannten Unterseeboot haben Wissenschaftler 1988 und 1989 Spuren hydrothermischer Vorgänge am Seeboden entdeckt, die den Charakter des Sees sicher mit prägen. So, nun aber genug Physik. :-))
Zuerst haben wir uns im Steel Visitor Center mit den üblichen Informationen versorgt und sind dann zum Rim hoch gefahren. Wir parken im Rim Village und schlendern zum Sinnott Memorial Overlook hinüber, einem erstklassigen Aussichtspunkt direkt über dem See.
Nach den ersten 1000 Fotos :-)) geht es nun auf den Rim Drive. Also Motor an und los…
Discovery Point

Der erste Halt auf dem Rim Drive ist Discovery Point. Hier hat eine Gruppe von Prospektoren auf der Suche nach Gold am 12. Juni 1853 den See entdeckt und ihn „Deep Blue Lake“ genannt. Die Indianer, denen der See heilig war, haben ihn keinem Fremden verraten.
Links sieht man den Hillman Peak (2.486 m), den höchsten Punkt des Kraterrandes. Er ist Bestandteil eines Vulkanschlots von Mt. Mazama. Zwischen Hillman Peak und dem im Hintergrund mächtig aufragenden Llao Rock sieht man die wie einen Grat aus dem Wasser emporragende "Devil's Backbone" (Rückgrat des Teufels) genannte Felsformation


Eröffnung der Nordausfahrt

 

Um 12:00 Uhr war es dann soweit, die feierliche Eröffnung der Nordausfahrt stand an. Es wurde nicht nur ein Tor geöffnet,

NEIN,

die Eröffnung wurde zelebriert. Alle warten gespannt, ein lokaler Fernsehsender war auch vor Ort und der Ranger genoss seine Chefrolle sichtlich. Endlich ging es los und eine Kolonne machte sich auf den Weg nach Norden.

 

Wir noch nicht, wir mussten noch weitere 1000 Fotos schießen.

Discovery Point

 
Wizard Island Overlook
Nächster Stop war Wizard Island Overlook, einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte der Rundfahrt. Tief unten liegt Wizard Island, die selbst mal ein Vulkan war - also ein Vulkan im Vulkan (!) -, was man noch heute deutlich an dem kleinen Krater auf der Spitze des Berges von Wizard Island erkennen kann. Wizard Island wurde so benannt, weil sie dem Spitzhut eines Zauberers ähnelt. In einer Indianerlegende wird die Insel als Kopf von Llao, dem Herren der Unterwelt, bezeichnet. Der Herr der oberirdischen Welt, Skell, tötete und verstümmelte Llao in der letzten, im wörtlichen Sinne welterschütternden Schlacht auf dem Gipfel des Berges. Alles klar?


Niemand weiß, wie lange es dauerte, bis sich nach dem Einbruch von Mt. Mazama Wizard Island bildete. Der Aufbau solcher "Lava Domes" kann manchmal Jahrhunderte dauern, es kann aber auch innerhalb einiger Jahre geschehen, wie z.B. am & Mt. St. Helens. Im See sind unterhalb der Wasseroberfläche drei weitere Vulkankegel.
WatchmanWatchman Trailhead

 

 

 

 

 

 

 

Hier beginnt auch der Trail auf den Watchman (2.446 m hoch) mit einem Feuerbeobachtungsturm auf dem Gipfel, Traillänge 2,6 km. Diesen Trail wollten wir gehen, aber seht selbst: Schnee, Schnee, Schnee... und noch einmal Schnee.

Na dann eben nicht. Schnell noch ein paar Fotos und dann zurück ins warme Auto.

Wizard Island OverlookSchneewand am Wizard Island Overlook


 

 

 

 

 

 


Unser letzter Stop war der Mt Thielsen Overlook. Für mich der schönste Blick auf den See, weil die Insel hier am schönsten wirkt.
Am Mt.Thielsen Overview links führt die Straße vom See weg.
Mt Thielsen Overlook

Mt Thielsen Overlook
Die Straße zum Nordausgang verläuft durch die sogenannte Pumice Desert. Beim gewaltigen Ausbruch des Mt. Mazama wurde das Gebiet meterhoch mit Asche und Schlacke bedeckt. Da das Gestein und die Asche arm an Nährstoffen und nicht in Lage sind, das Wasser festzuhalten, wächst hier praktisch nichts. Auf dem nächsten Teil des Weges wird die Straße oft bis in den Sommer hinein von Schneebänken gesäumt.
Von hieraus geht es für uns aber wirklich nicht weiter. Der Rest des Rim Drives ist noch gesperrt. Wir verlassen den Park über den Nordausgang und verpassen somit folgende Punkte:

  • Der Steel Bay Overlook erinnert an William Gladstone Steel, der sein Vermögen und seine Karriere drangab, um Crater Lake zum Nationalpark zu machen. Steel wurde als Schüler auf den See aufmerksam, als er die Zeitung las, in die sein Schulbrot eingewickelt war. Nach 17jährigen Bemühungen, die in einem persönlichen Appell an Präsident Theodore Roosevelt gipfelten, wurde Crater Lake 1902 zum sechsten Nationalpark. Der rastlose Steel besetzte den See mit Fischen und förderte den Bau des Rim Drive und der Crater Lake Lodge.
  • Scheefräse räumt die NordeinfahrtDer Cleetwood Cove Trail, beginnt am Cleetwood-Cove-Parkplatz und windet sich in Spitzkehren steil über rund eine Meile hinab zum See. Höhenunterschied rund 200 m. Über diesen Trail gelangt man zum Bootsanleger für die Bootsfahrten auf dem Crater Lake. Die Fahrten führen auf dem Crater Lake um Wizard Island herum. Man kann auch auf Wizard Island aussteigen, muss dies aber beim Ticketkauf angeben (kostet extra). Tickets gibt's auf dem Parkplatz am Trail. Vom Boot aus sieht man den See aus einer anderen Perspektive. Man erblickt Wasserfälle und geologische Strukturen, die vom Rim aus nicht sichtbar sind. Ein Ranger erklärt den See und seine Umgebung. Der relativ steile Wizard Island Summit Trail windet sich vom Anlegesteg der Insel durch Berg-Hemlocktannen, Shasta-Tannen und Wiesenblumen zum Krater hinauf. Oben wartet ein herrlicher Blick auf den See.
  • Skalhead Aussichtspunkt: Von hier hat man einen Blick über fast den ganzen See. Infotafel über die Legende von Llao und Skell sind auch vorhanden.
  • Wanderung zum Mt. Scott (2,5 Meilen one way). Auf dem Berg steht ein alter Feuerturm und man überblickt den gesamtem See.

Weitere Crater Lake Infos:
http://www.nps.gov/crla/
http://gorp.away.com/gorp/resource/US_National_Park/or_crate.HTM

 

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