Emporio

 

SA17_2535Emporio hat wohl fast jeder Santorini Besucher schon mal gesehen und die meisten sind sogar schon durchgefahren. Das liegt daran, dass man automatisch durch Emporio kommt wenn man an den Strand von Perissa will. Außerdem sieht man die markanten Windmühlen von Emporio auf den Hügeln liegen, wenn man zum Yachthafen in Vlichada fährt.

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Die Windmühlen stehen auf dem südlich von Emporio gelegenen Gavrilos Hügel. Man kann sie über eine schmale Straße erreichen. Allerdings sind sie in einem erbärmlichen Zustand. Die Mühlenflügel fehlen bei allen und bei den meisten ist auch das Dach bereits eingestürzt. Eigentlich schade drum. Von der Ferne wirken sie sehr malerisch. Wenn rechtzeitig ein Investor Geld in die Hand genommen hätte, wäre das sicher auch touristisch etwas möglich gewesen. So aber haben Wind und Wetter ganze Arbeit geleistet.
SA17_2590Emporio ist mit 1500 Einwohnern der größte Ort im Süden Santorinis und vom Tourismus weitestgehend unberührt. Wir fahren bis zum zentralen Platz im Ort und parken dort unser Auto. Als erstes schauen wir uns die aus dem 15. Jahrhundert stammende Kirche Panagia an. Leider ist die hübsche Kirche verschlossen und uns bleibt nur sie von außen zu betrachten. Einzig ein etwa 1m² großer Gebetsraum an der Seite der Kirche ist geöffnet.

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Wir folgen der Gasse neben der Kirche den Hang hinauf. Oben angekommen gabelt sich der Weg nach links und nach rechts. Schilder sind nicht zu sehen, also eine typische 50:50 Chance. Der alte Festungsturm den wir bei der Einfahrt in den Ort gesehen haben liegt links von uns, deshalb entscheiden wir uns zunächst für links.

 

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Der alte Festungsturm ist ständig im Blick und wir steuern auf ihn zu. Die Gebäude unterwegs machen einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Von den hübschen Gebäuden die der Reiseführer meldet ist hier nichts zu sehen. Am alten Festungsturm angekommen haben wir einen schönen Blick über das Dorf. Der Festungsturm selber ist allerdings nicht so gut zu sehen, da war der Blick auf den Turm vorher während der Einfahrt in das Dorf Emporio deutlich besser.

 

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Wir gehen zurück zur Gasse die uns nach oben geführt hat und von da aus in die andere Richtung und die engen Gassen nach oben. Dieser Teil von Emporio gefällt uns deutlich besser. Hier finden wir das typische Kykladen Ambiente.

 

 

 

 

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Hier ist die mittelalterliche Struktur des Dorfes noch klar zu erkennen. Der Platz ist so beengt, dass die Treppen sich abenteuerlich steil und schmal an die Häuser schmiegen. Gassen, Bogendurchgängen und Würfelhäuser. Alles sehr beengt. Aber für eine Kirche muss immer wieder Platz sein. Allerdings inmitten der Enge, so das kaum Bilder möglich sind.

 

 

 

Dort wo sich mal etwas Platz bietet haben kleine gemütlich Cafés oder Kneipen aufgemacht.

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Nachdem wir viele Gassen kreuz und quer gegangen sind, kommen wir an dem mächtigen Wohnturm der mittelalterlichen Befestigungsanlage heraus. Von hieraus machen wir uns auf den Rückweg zum Auto. Emporio hat uns gut gefallen, wobei sich die Schönheit des Ortes nicht auf den ersten Blick zeigt. Man muss schon in die Gassen des historischen Ortkernes eintauchen um den Ort zufrieden zu verlassen.

So, nun mal schauen ob es bei so viel Wasser nicht auch Strände gibt ……