Hausboottour auf dem Lake Powell V

 

Fortsetzung Tag 3:

Last Chance BayUnsere M 23 dümpelt wieder nach Süden bis in die Last Chance Bay, wo wir uns gegen 17:00 Uhr nach einer netten Bucht für die Nacht umsehen.
Beim Gleiten über eine fast wellenlose Wasseroberfläche war es kaum vorstellbar, dass unter uns früher ein unzugänglicher Canyon des Colorado lag.

Last Chance Bay

 

 

 

 

Die Last Chance Bay sieht klasse aus. Vor unseren Augen ziehen glattpolierte Sandsteinwände vorüber, deren Struktur wir genau studieren können. Die einzelnen Schichten scheinen ineinander verkeilt zu sein, so als wäre der Sand einmal von der einen, einmal von der anderen Seite gewandert.

 

Holger genießt die Last Chance BayLast Chance Bay

 

 

 

 

 

 


 

Diese Kreuzschichtung ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass hier einmal in einem riesigen Dünenfeld vor Jahrmillionen ein Meer aus Sand gewesen sein muss. Nach Johns guten Tipps wissen wir jetzt wie eine geeignete Bucht für die Nacht aussehen muss und hier sind die wenigen guten alle schon belegt. Somit drehen wir um und machen uns auf den Weg in die Padre Bay. Wir hoffen direkt unterhalb der Gunsight Butte einem schönen Ankerplatz zu finden.

 

Last Chance Bay Panorama

 

Last Chance Bay Panorama

 

Gregory ButteDie Gregory Butte sieht auch ganz anders aus als auf den Karten. Wir passieren “Crossing of the Fathers”. Eine Eisentafel markiert noch heute die Stelle des historischen »Crossing of the Fathers«, eines verzweifelten Versuches, den steilen Canyon zu durchqueren. 1776 waren die beiden Mönche Dominguez und Escalante auf dem Weg von Utah nach Santa Fe unterwegs. Bereits seit Wochen hatten sie weiter flussabwärts versucht, eine Passage zu finden. Als ihre Kräfte am Ende nachließen und sie sich nach eigenen Angaben von Kaktusblättern und Pferdefleisch« ernährten, fanden sie eine Furt im flachen Südteil des heutigen Lake Powell.

Lake Powell

 

 

Den Fluss erreichten sie aber erst, nachdem sie für ihre Maultiere Stufen in den glatten Sandstein gehauen hatten.
An diese Missionare erinnern noch heute die Namen zweier riesiger Inselberge, die aus dem Monument Valley hierher verfrachtet scheinen. Dominguez Butte und Padre Butte, 1998 waren beide noch unter Wasser. Heute ist die Padre Butte mitten auf dem Land. Sie bilden eine erhabene Kulisse, an der wir mit unserem Hausboot vorbeiziehen und in die inzwischen recht kleine Padre Bay einbiegen.

 

Lake Powell Panorama

 

Gunsight Butte

 


 

Wir suchen uns einen schönen Ankerplatz der aussieht wie aus einer romantischen Reisebeschreibung. In einer weiten Bucht zu Füßen der Gunsight Butte, sogar mit etwas Sandstrand für leichtes Anlanden. Diesmal ankern wir professionell mit 4 Ankern. Brücke ausfahren. Das Boot steht.

 

 

profesionelles ankernPadre Bay

 

 

 

 

 

 

 

Ela und ich nehmen noch ein kleines Bad. Puuhhhh ist das kalt. Kein Vergleich mit der kleinen Bucht in der wir gestern ankerten. Peter meint er hat genug Seewasser geschluckt und verzichtet aufs Bad. Nach dem erfrischenden Bad gehen wir uns schnell abduschen. Prima, dass man nach dem Baden mit dem Wasser duscht in dem man grade gebadet hat. Macht das Sinn? Nun ja egal.

Padre BayBad in der Padre Bay

 

 

 

 

 

 

 

 

Sunset at Lake Powell

 

 

Also gut wir schmeißen den Grill an während die untergehende Sonne die schroffen Mesas um uns herum in tiefrotes Licht tauchte. Gas hoch und die Steaks und die Kartoffeln draufgeschmissen. Hach das schmeckt Abendessen unter der Gunsight Butte. Da es unsere letzte Nacht an Bord ist feiern wir ausgiebig Abschied vom Hausboot bevor wir ins Bett gehen. :-)

 

 

 

Hausboot und Gunsight Butte bei DunkelheitHausboot bei Dunkelheit

 

 

 

 

 

 

 

Schon der letzte Morgen an Bord...