Oregon Coast - Oregon Dunes

Oregon Coast

 

Unsere Coast Route

 

HWY 101

Oregon Coast

Der Streit ist wohl so alt wie die Straßen selber: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste Küstenstraße im Land? Ist es der HWY No.1 von Los Angeles nach San Francisco, oder der HWY 101 durch Oregon und Kalifornien? Der Hwy No. 1 ist Mythos, er wird besungen und überall empfohlen. Er ist fester Bestandteil von fertigen Mietwagenrundreisen der großen Reisekonzerne TUI, DERTOUR...


Aber ist es wirklich die schönere Küstenstraße?
Lest weiter, dann werdet ihr meine Meinung kennen lernen

 

.Bliss 101 Restaurant

 

Unsere HWY 101 Tour begann in Eugene und führte uns in Florence an die Küste. Da wir das Frühstück im Hotel haben ausfallen lassen, es gab eh nur Cornflakes, Toastbrot und Kaffee, bekamen wir allmählich Hunger. In Florence haben wir das Bliss 101 Restaurant ausgesucht. Draußen hängen halbe Autos am Gebäude und im Inneren stehen zwei verschiedene Autos als Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Wir haben uns das Modell aus den 50er Jahren ausgesucht. Außerdem gab es noch alte Musikboxen und anderes altes Gedöns. Aber urgemütlich.


 

Oregon Dune National Recreation AreaGut gestärkt ging es wieder auf die Piste zum Oregon Dune National Recreation Area, der ca. 5 Meilen südlich von Florence liegt. Als erstes haben wir den Siltcons Beach besucht, wo wir zum Strand hinunter gegangen sind. Herrlich dieser Blick auf die Küste und fast keine Menschenseele. Dieses Gebiet ist eines von drei für ORVs freigegebenen Arealen (teilweise mit entsprechenden Strandanteilen!). Siltcons Beach

 

 

 

 

Zufahrt ist über die South Jetty Dune & Beach Access Road. Ausgangspunkte für den Hauptspaß im Sand sind große Parkplätze, die den ORV-Fans ausreichend Platz für ihre Anhängergespanne und Dünenfahrzeuge bieten. An guten Tagen ist allein schon der Besuch auf diesen Staging Areas ein Erlebnis. Neben den überall zu kaufenden drei- und vierrädrigen ATVs gibt es jede Menge im Eigenbau entstandene Vehikel, viele davon immer noch auf der Basis alter Volkswagen-Käfer, ihrer Motoren und Achsen.

 


Oregon Dune National Recreation AreaORV / ATV

 

 

 

 

 

 

 

Wer sich begeistern läßt und mitmachen möchte, findet ORV-Verleiher vor allem bei Dunes City. Dort kann man auch Dünentrips mit Fahrer in originellen Passagier-ORVs buchen. Eine weitere kleine Verleih-Station existiert an der Horsfall Dune & Beach Road nördlich.

Von hieraus geht es zum Oregon Dunes Overlook (zwischen Reedsport und Dunes City). Dort befindet sich ein begrenzt geöffneter Informationsstand. Das offizielle Visitor Information Center mit jeder Menge Unterlagen zu den Dünen, ORV-Regeln, Camping, Motels in der Umgebung etc. liegt an der #101 am nördlichen Ortsausgang von Reedsport. Der Overlook ist ein guter Ausgangspunkt für Dünenwanderungen. Hier kann man nach Lust und Laune in den Dünen herumtollen.

Oregon Dunes OverlookOregon Dunes Overlook

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir das ausgiebig getan haben, geht es wieder auf die #101 in Richtung Norden. An der Sea Lion Cave stoppten wir wieder. Hier wollten sie $7,50 Eintritt für die Seal Lions Cave. Das sparen wir uns, denn von oben hatten wir einen tollen Blick auf die Seelöwen, die im Wasser schwammen, da brauchen wir uns nicht die Cave ansehen. Die Sea Lion Cave ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten an der Oregon-Küste. Über Fahrstühle und eine Aussichtsplattform unterhalb des Eingangshauses mit einem Riesen-Giftshop geht es hinunter auf Meereshöhe in eine gewaltige Höhle, die über einen Durchbruch mit dem Meer verbunden ist. Natürlich muß man erst durch den Giftshop, der den schönen Blick auf die Küste versperrt.
Die Höhle und umliegende Felsen befinden sich in Herbst und Frühjahr fest in der Hand hunderter von Seehunden und -löwen. Im Sommer ist die Besatzung ein wenig dünner, was der Beliebtheit aber keinen Abbruch tut. Trotz 7,5$ ist der Aufenthalt auf 45min begrenzt. Das ganze erinnert mich an die Abzocke der Navajos am Antelope Canyon. Mein Tipp: VORBEIFAHREN. Zumal das nächste Highlight wieder for free ist.
Hectea LeuchtturmUnd zwar der wunderbar von Felsen eingeschlossene Strand des Devil's Elbow Park unterhalb des historischen Hectea Leuchtturms.
Der Leuchtturm ist ein tolles Fotomotiv.Hectea Lighthouse
Spätestens hier beginnt einer der besten Abschnitte der #101.
Bis Yachats verläuft die Straße weitgehend direkt am Pazifik, teilweise hoch über dem Meer mit steil abfallenden Felswänden.
HWY 101Oregon Coast

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt jagt ein Spot den anderen und man könnte nach jeder Kurve anhalten, was wir auch gemacht haben. :-))
Strawberry HillOregon Coast

 

 

 

 

 

 

 

Ein schöner Stop ist auch Strawberry Hill, wo wir auf die vorgelagerten Felsen geklettert sind und spielende Robben beobachtet haben.


Cape Perpetua

 

Einen weiteren Höhepunkt bildet das Cape Perpetua. Ein eigenes Visitor Center des National Forest Service informiert über Trails, Zufahrt, Strandbereich und Camping. Wer den beschwerlichen 6-km-Wanderweg hinauf zur Kaphöhe (240 m) nicht laufen möchte, kann auch mit dem Auto nach oben fahren (ausgeschildert, tolle Aussicht!) Bei Ebbe zieht ein großer Tide Pool, bei Hochwasser Devil's Churn, ein tosender Wellenbrecher, viele Besucher an. Wir hatten Pech, am Visitor Center war für uns Schluss. Es wurde gebaut und somit mussten wir mit diesem Blick vorlieb nehmen, aber es gibt schlechtere Aussichten.

 

Yaquina Bay

 

 

Nach dem wir uns mit Keksen, Kuchen und Obst gestärkt haben, ging es zur Yaquina Bay, hier steht ein schöner Leuchtturm, von dem man einen guten Blick auf die Küste hat. Auch die Yaquina Bay und die Brücke, die von Newport aus die Bay überspannt ist gut zu sehen.

 

 


Cape FoulweatherAls letztes Highlight des ersten Oregon Coast Tages, sollte der Otter Crest Loop folgen. Der beginnt etwa 6 Meilen südlich von Depoe Bay. Aber der Loop ist kein Loop und Devils Punchbowl muß man erst mal finden. Hier hat der Pazifik den Fels durchbrochen. Ein paar Meilen weiter hat man den wohl schönsten Blick auf die Küste. Am 140m über dem Meer liegenden Cape Foulweather.

 Cape Foulweather

Der Blick wäre sicher noch schöner, wenn nicht ein Giftshop die Aussicht nach Norden versperren würde. Clever, man baut am besten einen Giftshop vor die Aussicht, damit man dann darin Postkarten kaufen kann, die die frühere unversperrte Aussicht zeigen. Amerikaner lieben so etwas, können sie doch den Lieben daheim etwas kaufen/zeigen, das sie gesehen hätten, wenn sie am Giftshop vorbei zum Lookout gegangen wären. Sind aber gut anzufahren diese Shops, kaum 5 m vom Parkplatz weg, also gerade noch zu bewältigen.
 

Depoe BayOkay, langsam müssen wir uns ein Bett suchen. Unterwegs liegen immer wieder hübsche State Beaches und Waysides am Weg. Wir kommen noch durch Depoe Bay, ein Nest, das durch den Film „Einer flog über das Kuckucksnest" bekannt wurde.

Depoe Bay

Angeblich (laut Guiness Book of Records) verfügt das einstige Fischerdorf über den kleinsten schiffbaren Hafen der Welt.
Beides sorgte dafür, daß heute der tatsächlich winzige Hafen überfüllt ist mit Sportbooten und jede Menge Giftshops die Bucht verzieren, trotzdem ganz nett hier.
Jetzt aber ohne weiteren Stop nach Lincoln City. Da es schon spät war haben wir uns hier ein Hotelzimmer gesucht und auch gefunden. Für $54,99 + tax kamen wir im Lincoln City Motel unter. Jetzt noch etwas zu Abendessen und dann nichts wie ins Bett.
 

Am nächsten Tag geht es weiter auf dem HWY 101...