South Rim - West Rim Drive

Grand Canyon National Park - South Rim - West Rim Drive

 

South Rim - West Rim Drive
Grand Canyon - West Rim DriveWir beginnen unsere West Rim Tour an der Bright Angel Lodge. Der Blick den man direkt hinter der Lodge in den Canyon hat ist klasse. Das Bild rechts, mit dem einzelnen Baum auf dem hellen Stein, ist eines meiner Lieblingsbilder vom South Rim. Von hieraus hat man auch einen tollen Blick auf den Plateau Point, den wir 2003 über den Bright Angel Trail erwandert haben. So, nun aber rein in den Shuttlebus, der den West Rim Drive entlang pendelt. Der Drive ist für Autos gesperrt. Diese Tatsache sorgt dafür, dass der West Rim Drive längst nicht so überlaufen ist, wie der East Rim Drive.
Der Bus folgt dem Canyonrand auf 8 Meilen und endet an einem Souvenirladen, am Hermits Rest Viewpoint. Die Strecke bietet einzigartige Ausblicke über den Colorado River und das Labyrinth seiner Seitencanyons sowie die breiten Felsterrassen unter dem Rim.
Unser erster Stop ist der Trailview Overlook. Hier bekommt man einen Eindruck von der Größe des Canyons. Das historische El Tovar Hotel und die Bright Angel Lodge klammern sich an den Rand des Abgrunds und wirken im Verhältnis zum Canyon sehr klein. Die Maultiere und die Wanderer sind auf dem Bright Angel Trail, der sich auf 8 Meilen 1340 m tief zum Fluss hinunter windet, gut zu erkennen.
Eine gute Alternative zur Wanderung in den Canyon ist der weithin ebene Rim Nature Trail. Er bleibt 9 Meilen zwischen Mather Point und Hermits Rest dicht am Rande des Canyons - etwa parallel zum West Rim Drive. Der Abschnitt zwischen Yavapai Point und Maricopa Point ist geteert, der Rest nicht. Man kann kurze Fußwanderungen mit Etappen im Pendelbus kombinieren. Auf dem Hinweg hält der Bus an jedem Aussichtpunkt, auf dem Rückweg nur an ausgewählten.

Der Maricopa Point bietet zwar sehr schöne Blicke in den Canyon hinein, aber der Colorado ist nicht zu erkennen.

Grand Canyon - Maricopa PointGrand Canyon - Maricopa Point

 

 

 

 

 

 

 

Danach erreichen wir das Powell Memorial, ein Denkmal zu Ehren J. W. Powells, der mit seiner historischen Reise auf dem Colorado durch den Grand Canyon 1869 und 1872 die Grundlage für die geologische Erforschung und touristische Bedeutung des Grand Canyon schuf.

Wenn man wenig Zeit hat, kann man die ersten drei Punkte auslassen, aber Hopi Point sollte man nicht versäumen.
Hopi Point - Panorama


Grand Canyon - Hopi PointGrand Canyon - Hopi PointDer Hopi Point springt weit in die Schlucht hinein. Hier, wo der Blick 45 Meilen weit nach Osten und ebensoweit nach Westen schweift, ist der richtige Ort, um einen Sonnenauf oder -untergang zu erleben. Auf der Canyonseite gegenüber ragen die feingeschnittenen Felswände des Isis Temple und des baumgekrönten Shiva Temple, des »großartigsten aller Zeugenberge«, auf. Übrigens ist der North Rim fast doppelt so weit vom Colorado entfernt wie der South Rim.

 

 

Grand Canyon - Hopi PointDer Grund dafür liegt darin, dass das ganze Plateau, in das sich der Colorado eingeschnitten hat, von Norden nach Süden wie ein Pult geneigt ist. Daher fließt Niederschlagswasser vom Nordrand in den Canyon hinab und schneidet sich dabei in das Gestein ein Am Südrand fließt es dagegen über das Plateau vom Canyon weg, so dass kaum Wasser in die Schlucht strömt, sich also auch nicht einfressen kann
Grand Canyon - Hopi Point

 

 

 

 

 

 

 

 

Grand Canyon - Mohave Point

 

 

Vom Mohave Point aus haben wir gute Sicht auf den Colorado und die Hermits Rapids. Selbst aus dieser Entfernung erkennt man die gewaltige Strömung des Colorado ganz deutlich. Weiter geht es vorbei an The Abyss. Hier fällt die Felswand senkrecht rund 900 m zum Tonto Plateau ab.

 

 

Der Pima Point ist wieder Pflicht.
Pima Point - Panorama


Grand Canyon - Pima PointAm Pima Point sieht man weit unten, wie sich der Colorado durch seine steile Schlucht windet. An ruhigen Tagen kann man das ferne Dröhnen der Granite Rapid, eine Meile flußab, hören. Was von hier oben wie ein Bach aussieht, ist in Wirklichkeit ein 100 m breiter Strom, der zusammen mit seinen Nebenflüssen einen großen Teil der kontinentalen USA entwässert.
Grand Canyon - Pima Point

 

 

 

 

 

 

 

Grand Canyon - Hermits RestDie Straße endet bei Hermits Rest, einem Gebäude aus Kalkstein. Wer mag, kann den steilen Hermit Trail nach Dripping Springs hinunterwandern. Eine Tour von 6 Meilen und 6 Stunden hin und zurück. Für Tageswanderungen braucht man keine Genehmigung, aber es schadet nie, sich bei einem Ranger Rat zu holen.
Dort hat der Hermit, der Einsiedler Louis Boucher in einem Wassertrog Goldfische gezüchtet. Als 1901 die Eisenbahn den South Rim erreichte, baute Boucher seinen Maultierpfad zum Touristenweg aus.
In der Folge besuchte Präsident Roosevelt den Grand Canyon und das Hotel El Tovar wurde eingerichtet. Damit wurden auch alle Pläne der Elektrizitätsgesellschaften hinfällig, den Grand Canyon unter einem Stausee verschwinden zu lassen. Die Eisenbahn operierte übrigens bis 1968, wurde dann stillgelegt und Ende 1989 wurde die Grand Canyon Railway als touristische Attraktion zwischen Williams und Grand Canyon Village wieder eröffnet.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Wir! Klick dich in den Hubschrauber.