Strände auf Santorini

 

Baxedes Strand - Baxedes Beach

 

 

Wir haben uns auf Santorini eine Menge Strände angesehen. Ich habe sie hier von Nord nach Süd beschrieben. Perissa und Kamari habe ich sogar extra Seiten gewidmet. Also los geht es in Oia. Die Strände unterhalb von Oia, Ammoudi und Armeni sind eigentlich gar nicht der Rede wert, deshalb beginnen wir mal direkt außerhalb des Ortes. Nördlich von Oia liegen die Strände von Baxedes. Natürlich sind es schwarze Lavastrände, die sich über ein ganzes Stück die Küste entlang erstrecken. Es werden einige, wenige Liegen und Schirme zur Vermietung angeboten. Hier findet man fast nur Einheimische. An der Straße im Bereich der Strände stehen auch vereinzelt ein paar Tavernen. Dieser Küstenabschnitt ist wirklich schön, hier könnten wir eine längere Pause einlegen, aber wir wollen ja noch weiter.

 

 


Vourvoulos BeachUnser nächster Stop ist Vourvoulos. Wir erreichen den einsamen Ort über eine Stichstraße. Auf dem Weg dahin passieren wir ein eingezäuntes Übungsgelände für Motorräder. Sieht witzig aus. Der Ort liegt ein wenig ab vom Schuss, so dass sich kaum ein Tourist hierher verirrt. Der Ort ist sehr ruhig, man kann sich kaum vorstellen auf einer Touristeninsel zu sein. Am Ende der Straße kommen wir zu einer kleinen Bucht mit einer Taverne. Es sind genau vier Personen am Strand.

 

Vourvoulos

 

 

Der Strand ist zwar nicht als Traumstrand zu bezeichnen, aber es gibt Liegen und Sonnenschirme. Außerdem befindet sich hier ein ziemlich neuer, kleiner Hafen. Der ist erst vor ein paar Jahren gebaut worden. Im Hafenbecken liegen ein paar Fischerboote und ein paar private Freizeitboote. Auf Höhe des Hafens sind die Wände aus Bimsstein und die Erosion hat schon heftig an dem Stein gefeilt. Schaut gut aus, ist aber im Gegenlicht nicht so spektakulär.


Strand von Monolithos - Monolithos BeachWir fahren weiter, die Küstenstraße entlang in Richtung Flughafen. Jedoch biegen wir nicht zum Flughafen ab, sondern fahren weiter zur Küste. Die Straße führt um die Startbahn herum und dann direkt an dem Berg, der dem Strand den Namen gab, links ab. Am Hang des 33m hohen Bergs liegt eine Kapelle, die man bereits bei der Landung aus dem Flugzeug heraus sieht.

 

Ela bei einer Pause in Monolithos

 

 

 

Allerdings scheint die Kapelle nicht mehr in Berieb zu sein, denn von dichten sieht sie nicht mehr so toll aus. Der Strand von Monolithos gilt als besonders Familien freundlich, weil es sehr seicht ins Wasser geht. Uns fällt auf das sich hier sehr viele Einheimische tummeln. Die touristische Infrastruktur ist hier schon etwas ausgeprägter, obwohl es insgesamt immer noch sehr ruhig ist. Immerhin gibt es hier am Strand neben Liegen und Sonnenschirmen, einen Kinderspielplatz und eine Strandbar. An der Straße stehen 2-3 Restaurants und Cafés und sogar ein Hotel. Massentourismus sieht anders aus, aber es ist auch nicht mehr so einsam wie am Strand von Baxedes.
Die nächsten Strände sind dann nördlich vom Profitis Ilias Kamari und südlich vom Berg Perissa. Die beiden Strände habe ich auf den nächsten beiden Seiten beschrieben.


Ela wartet auf Holger :-)Der nächste Strand südlich von Perissa ist Vlichada. Um dort hinzugelangen gibt es zwei Möglichkeiten: Der erste Weg führt von Perissa die Küstenstraße entlang und man gelangt dann zum kleinen Hafen von Vlichada. Die Straße scheint recht neu zu sein, denn auf den Karten die man auf der Insel so bekommt, ist sie noch gar nicht verzeichnet.

Ela sucht am Vlychada harbor unser neues Boot aus

 

 

 

 

Die zweite Zufahrt geht südlich von Emborio Richtung Osten. Wer von Thira kommt, muss vor den 6 verfallenen Windmühlen nach rechts abbiegen, aus Richtung Emborio entsprechend nach den Windmühlen links. Der Ort Emborio wird im Reiseführer besonders gelobt. Er sei lieblich, der Ortskern blabla… die Windmühlen am Beginn des Ortes schön anzusehen. Aus welchem Jahrhundert stammt diese Beschreibung? Zu Lebzeiten der Römer? Der Ort ist unscheinbar und die Windmühlen verfallen! Wir biegen in die kleine Stichstraße nach Vlichada ab und nehmen beim abbiegen gerade noch das verblichene Schild "Vlychada Beach" wahr. Na wenn wir nicht gewusst hätten wo wir abbiegen müssen, hätten wir die Einfahrt sicher verpasst. Die schmale Straße führt an Wiesen und Felder vorbei bis in den kleinen ruhigen Ort an der Südküste. An der Ortseinfahrt steht noch eine alte Tomatenfabrik, die aussieht als wäre sie geschlossen, aber es ist ein neues Schild angeschraubt. Egal, wir fahren erst mal am Strand vorbei Richtung Hafen. Dort gibt es ausreichend Parkplätze und wir schauen uns mal ein paar Boote an, die wir uns nicht leisten können. Wow, es liegen schon nette Teile hier herum. Erstaunlicherweise sind hier eine Menge deutsche Stimmen zu hören. Uns hat es besonders ein schöner, großer Katamaran angetan.

Vlychada BeachStrand von Vlychada - Vlychada Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

Bimssteinwände am Vlychada Beach - SantoriniGegenüber von den schicken Jachten liegen ein paar Fischerboote. Insgesamt dürfte Vlichada der größte Yachthafen auf Santorini sein. In Oia, Thira und Athinios dürfte längeres liegen der Yachten verboten sein und sonst ist uns nur noch der kleine Hafen von Vourvoulos aufgefallen, aber dort waren solch große Yachten nicht zu sehen. Am Ende des Hafens steht auch noch ein edles Hotel mit einem Restaurant, in dem wir uns erst mal mit einer Cola erfrischen. Danach schauen wir zum Strand und sind recht angetan. Natürlich gibt es auch hier Liegen und Sonnenschirme, vor allem gibt es aber tolle, bizarre Bimssteinwände direkt am Strand. In den 20-30 m hohen Vlychada Beach hat die Erosion tolle Kunstwerke gefräst. Der Strand ist endlos lang und bietet auch einen FKK Bereich. Zumindest weißt ein Schild darauf hin, aber als wir dort waren, war niemand nackt. Am Strand befinden sich ein paar kleine Tavernen und oben über den Hotel steht sogar ein kleiner Supermarkt. Ich denke hier kann man es durchaus aushalten.

Mesa Picadi Beach - Santorini

Mesa Picadi Beach - SantoriniAls letzten Strand möchte ich hier noch den Mesa Picadi Beach erwähnen. Der Strand liegt recht weit im Süden, zwischen Akrotiri und dem Kap Akrotiri mit dem Leuchtturm Faros. Bereits auf der Fahrt zum Leuchtturm fällt uns ein Wegweiser zum Mesa Picadi Beach auf. Da wir aber zum Turm wollen fahren wir zunächst vorbei. Auf dem Rückweg sehen wir von der Straße aus tief unten einen Strand liegen. Eingerahmt von Felsen sieht er sehr gut aus. Auf der Weiterfahrt fällt uns dann wieder der Wegweiser auf. Kombiniere, dass muss der Strand sein den wir eben von oben gesehen haben. Also los geht es, über eine 1,5km Schotterpiste mit eine Menge Schlaglöcher geht es runter zum Strand. Der Strand besteht aus großen Kieseln. Obwohl er doch recht weit vom Schuss liegt stehen auch hier Liegen und Sonnenschirme. Es gibt sogar eine Taverne, die einen netten Eindruck macht.

Mesa Picadi Beach - SantoriniDie Beurteilung der Strände von Santorini fällt mir leicht. Santorini ist für mich keine Badeinsel. Das Highlight  von Santorini ist sicher keiner der erwähnten Strände. Das Highlight ist natürlich ganz eindeutig die Caldera. Wir würden nie zum Baden nach Santorini reisen, aber wenn man auf Santorini ist, um die traumhafte Landschaft zu genießen, kann man durchaus den einen oder anderen Tag am Strand verbringen. Ich persönlich würde Vlychada Beach oder Baxedes Beach bevorzugen. Wer gerne die komplette Tourikarte ausspielt, dem empfehle ich Perissa oder Kamari.

Wie es dort aussieht, könnt ihr hier sehen…