Teno Gebirge - Icod de los Vinos


 

Santiago del TeideUnser Ziel ist heute das Teno Gebirge, dazu geht es zunächst über die TF1 und TF82 durch hügelige Landschaft. Die TF82 steigt dabei immer mehr an. Wir fahren zunächst ohne längeren Stop bis Santiago del Teide. Dieser Ort ist Ausgangspunkt für Wanderungen ins Teno-Gebirge und letzte Einkaufsmöglichkeit für die Wanderer. Wir sehen uns zunächst die hübsche maurisch-andalusisch wirkende Kirche Santiago de Compostela aus dem Jahre 1678 an, die direkt am neu gestyltem Rathausplatz liegt.

Teno Gebirge

 

 

 

Hier in Santiago del Teide treffen sich zwei wichtige Landstraßen, die TF82 und die TF436. Da wir die Tour als Rundtour fahren, ist es im Prinzip egal, welche der beiden Straßen wir wählen, aber nur im Prinzip...... dazu später mehr.

 

Wir fahren die TF82 weiter in Richtung Icod de los Vinos. Liegt es daran, dass es sich jetzt zugezogen hat oder daran, dass es wenige Ausblicke gibt, aber dieser Teil der Strecke wirkt auf uns wenig spektakulär. Das ändert sich erst kurz vor Icod de los Vinos, als wir zum Aussichtspunkt Mirador de Garachico kommen. Dieser Aussichtspunkt liegt direkt neben einem großem Gebäude mit Fahnen auf dem Dach, in dem (wie sollte es anders sein) Andenken verkauft werden. Rechts von dem Gebäude ist der Mirador, von dem wir, wie der Name schon sagt, auf Garachico blicken. Ein wirklich spektakulärer Blick, auf die durch ein Lavastrom entstandene runde Landzunge, auf der sich die Stadt befindet. Das ganze wirkt bei unserem Besuch so grandios, weil der Schatten der Wolken den „unwichtigen“ Teil, nämlich die Teno-Abhänge quasi ausblendet und die Sonne Garachico und den malerische Roque de Garachico samt Atlantik ideal ausleuchtet. Hier solltet ihr stoppen, auch wenn das Licht natürlich nicht immer so mitspielen kann.

Mirador de GarachicoGarachico


 

 

 

 

 

 

 

Icod de los VinosWenige Kilometer weiter kommen wir nach Icod de los Vinos, eine Stadt die ihre Berühmtheit dem Drago Milenario, einem Drachenbaum, verdankt. Die Stadt  ist umgeben von terrassenartigen Weingärten, die der Stadt auch ihrem Namen gegeben haben. Wer hier ein kleines ruhiges Örtchen vermutet, liegt schief. Wir empfanden die Stadt selbst als unruhig und chaotisch. Der Bereich um den Drago Milenario ist dagegen ruhig und verkehrsberuhigt. In der Nähe gibt es ein Parkhaus, man ist hier auf den Ansturm der Touristen vorbereitet. Vom Parkplatz kommen wir vorbei am hübschen Rathaus und betreten die mit vielen Tropengewächsen bepflanzte Gartenterrasse, der Plaza de la Iglesia.

Icod de los Vinos

 

 

 

 

 

 

Drago Milenario - Tenerife

 

Neben den ganzen ungewöhnlichen Pflanzen befindet sich hier auch die Pfarrkirche Iglesia de San Marcos, aus dem 16. Jahrhundert. Die dreischiffige Kirche wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach umgebaut. In der Kirche befindet sich auch ein 2,45m hohes und 48,3kg schweres Silberkruzifix, dass größte jemals aus Silber gefertigte. Am Ende der Plaza steht ein kleiner Pavillon, von dem aus man einen guten Blick auf den angeblich tausendjährigen Drachenbaum Drago Milenario hat. Der Baum ist rund 20m hoch und hat einen Umfang von 6m. Es handelt sich um ein Liliengewächs und hat somit kein Holz sondern eine verfilzte Faserschicht, die den hohlen Stamm bildet. Wir machen erste Fotos und suchen von hier oben einen Eingang, um uns den Baum von dichtem anzusehen. Aber wir müssen feststellen, dass man um den Drachenbaum herum Parque del Drago angelegt hat, eine Art botanischer Garten, für den man 4 Euro Eintritt bezahlen soll. Na das ist ja wieder was für uns. 4 Euro für einen Baum? Also ich schau im Urlaub nun wirklich nicht auf den Euro, aber das riecht doch förmlich nach übler Abzocke. Nicht genug damit das ein Baum so bekannt gemacht wird das ganze Busladungen mit Touristen hier hergekarrt werden, nein, man zockt die Touris auch noch mit Eintritt ab. Nööööö nicht mit uns. Mir reichen dann auch die Bilder, die ich vom Pavillon der Plaza de la Iglesia gemacht habe.

Icod de los Vinos - Drago MilenarioWir gehen vom oberen Ende der Plaza ein paar Schritte zur Plaza de la Constituciön. Diese ist umgeben von Bodegas, die Wein zum testen und vor allem kaufen anbieten. Die Häuser hier sehen ganz nett aus, aber insgesamt etwas heruntergekommen. Ich hatte mir hier etwas mehr Leben vorgestellt, es geht doch eher ruhig zu und wir wurden nur halbherzig angesprochen. Na gut es war Siesta und wahrscheinlich hatten die Betreiber der Bodegas an den Bustouristen schon genug verdient. Nun gut wir haben hier genug gesehen und machen uns auf dem Weg aus dem Häusergewirr. Insgesamt muss ich sagen Teneriffa hat uns viele schöne Gesichter gezeigt, aber auf Icod de los Vinos hätten wir auch gut verzichten können.

 

So nun schauen wir uns Garachico auf Meereshöhe an...