Top Rock und Second Wave

Top Rock und Second Wave

 

Cojote Buttes - CrackTop Rock und Second Wave


Der Rückweg von den Teepees zur WAVE kommt uns irgendwie kürzer vor und geht auch schneller. Liegt es an der Pause die wir in den Teepees gemacht haben? Oder daran, dass es stetig leicht bergab geht? Wahrscheinlich beides. Egal, nach weniger als einer Stunde sind wir wieder in der WAVE. Um zum Top Rock zu gelangen, verlassen wir die WAVE durch den Südausgang. Der Weg steigt merklich an, so dass man schon nach wenigen Metern einen prächtigen Blick von oben in die WAVE hat.

 

THE WAVE vom Top Rock

 

 

Geht man weiter gelangt man wenig später auf das erste Plateau des Top Rock Massivs. Der Top Rock ist neben den Teepees der zweite Orientierungspunkt bei den Wanderungen durch die Coyote Buttes. Außerdem bildet er die Grenze zwischen den North- und South Coyote Buttes.

 

 

Oben angekommen fallen uns sofort die Brain Rocks auf. Die sehen wirklich wie überdimensionale Gehirne aus. Ihr leuchtendes gelb sticht sofort ins Auge. Wer hat bloß die ganzen Farbeimer hier hergeschleppt? :-)

Top Rock - Brain RocksTop Rock

 

 

 

 

 

 

 


Aber im Ernst die Farbenvielfalt ist kaum zu glauben. Beim erforschen der Brain Rocks kommen wir auch an eine Stelle, von der man ganz hervorragend über große Teile der Coyote Buttes sehen kann. Auch kann man von hier fast die komplette Route zum Wire Pass Trailhead überblicken. Wenn man sich also auf dem Hinweg vor lauter WAVE-Geilheit nicht oft genug umgedreht hat, hat man hier die Chance den Weg noch einmal genau zurückzuverfolgen. Auch ein Vergleich mit der Karte könnte in diesem Fall nicht schaden. Übrigens hier auch gleich mal meine Meinung zum GPS. So ein Teil kann man hier nur bedingt gebrauchen. Man muss schon auf dem Hinweg ein paar Koordinaten abspeichern, sonst hat man das Problem, dass einem zwar die Richtung angezeigt wird, man in die angezeigt Richtung aber gar nicht gehen kann, weil da bei besten willen kein Durchkommen ist. Aber das nur am Rande.

Brain Rocks - Cojote ButtesTop Rock - Brain Rocks

 
 

 

 

 

 

 

 

Hamburger Rock - Top RockHamburger Rock

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem erkunden der unteren Plateaus gehen wir weiter nach oben und stellen fest, dass es hier doch schon Hamburger gibt. Dann ist McDonald wohl auch nicht mehr weit. :-)


Top Rock - Panorama


Hier oben auf dem Top Rock findet man sogar ab und an ein kleinen Busch. Die Utah-Wacholder ist einer der wenigen Bäume, die es bis in den Vorhof der „Welle" geschafft haben, sind Spezialisten im Überleben. Ihre Wurzeln finden die feinsten Risse im Sandstein, weiten sie hartnäckig, brechen sie auf, drehen sich wie Korkenzieher immer tiefer in den Felsen. Unter der ungeheuren Anstrengung verzwirbeln schließlich Stamm und Äste bis in die letzten Spitzen. Für die Höhe bleibt da nur noch wenig Kraft, Pygmäenwuchs attestieren Forstleute dem Baum - aber was für ein Zwerg! Auf die mechanische Tortur der Wurzelbehandlung folgt die chemische, wenn sich die Wassertropfen tief im Stein die Zerstörung des Sandsteins beschleunigen.

Top RockTop Rock

 

 

 

 

 

 

 

 

Second WaveJetzt fehlt uns nur noch die Second Wave und alles ist perfekt. Die muss doch auch irgendwo hier oben sein. Und tatsächlich, nach einem sehr schiefen, etwa 20m langem und sehr vielfarbigen Stück, kommen wir an eine Formation, an der man zunächst denkt es geht nicht weiter. Dies ist der „Schutzwall“ der Second Wave und somit auch der Grund warum sich die tolle Formation bilden konnte. Klettert man nun links an dem Schutzwall vorbei steht man über der Second Wave. Achtung beim herunterklettern bitte nicht auf die Second Wave treten, sondern weiter hinten nach unten klettern. Die Second Wave ist ebenfalls sehr brüchig und würde schnell zerstört werden.

 

 

Second WaveSecond Wave

 

 

 

 

 

 

 


Second WaveWenn ihr euch wundert warum wir erst zur WAVE, dann zu den Teepees und wieder zurück über die WAVE zum Top Rock und die Second Wave gegangen sind, kommt hier die Lösung. Nein nicht weil es soviel Spaß macht bei 40°C durch die Wüste zu laufen, sondern dies ist die ideale Tourengestaltung um überall das beste Licht zu haben. Während die Fotos an der WAVE und in den Teepees bei möglichst zentral stehender Sonne, also um die Mittagszeit am besten werden, ist die Second Wave eine „Sunset Location“. Hier wirken die Farben erst so richtig bei tief stehender Sonne. Außerdem entstehen dann die Schatten der einzelnen Wellen, die den Effekt noch verstärken.

 

Second WaveSecond Wave

 

 

 

 

 

 

 

Das Problem ist aber das man dann bei Dunkelheit zum Wire Pass Trailhead zurücklaufen muss. Neeeee, das muss dann auch nicht sein, somit entschlossen wir uns zwei Stunden vor Sonnenuntergang aufzubrechen. Somit hatten wir zumindest noch die tiefstehende Sonne, die herrliche Farben auf die Second Wave zauberte.

Ela und Holger zurück am Wire Pass TrailheadIm Nachhinein hätten wir noch 1-1,5 Stunden warten sollen, denn ideal wäre gewesen mit Einbruch der Dunkelheit am Trailhead zu sein. Nun ja egal, somit konnte ich auf dem Rückweg noch viele schöne Bilder von den Coyote Buttes bei tiefstehender Sonne machen, von denen ich einige in den Wavebericht eingebaut habe.

Ganz schön kaputt, aber überglücklich über das erlebte kommen wir am Wire Pass Trailhead an.

 

Hier gibt es noch Berichte von zwei Oberwavern: Karsten und Volker.
 

Zack zur Rangerstation...