Toronto - CN Tower ...

 

 

 

Renaissance Hotel TorontoDie erste ernsthafte Siedlung die mit dem heutigen Toronto in Zusammenhang zu bringen ist, war die französische Handelsniederlassung Fort Toronto von 1720. Schon 1759 während des Siebenjährigen Krieges mit den Briten zerstörten die Franzosen das Fort selber, um eine Übernahme der Briten zu verhindern. Die Briten gründeten hier York, 1834 wurde York Stadtrechte verliehen und der Name wurde in Toronto geändert. Damals lebten hier 10000 Einwohner.Toronto wuchs schnell weiter, besonders durch die vielen Immigranten, die nach dem zweiten Weltkrieg nach Toronto kamen. Das brachte die Wirtschaft schnell auf Touren, aber trotzdem stand Toronto bis in die 70er / 80er Jahre im Schatten der Rivalin Montreal. Erst als in Quebec immer mehr Unruhen entstanden und die Anschläge, Demonstrationen und martialische Reden sich häuften verlegten Banken und Versicherungskonzerne ihre Schaltzentralen nach Toronto, an den Ontario-See. Die Industrie folgte und mit ihr die Arbeitsplätze. Von den vielen unerhofften Steuereinnahmen wuchs die Infrastruktur in Toronto prächtig. Es entwickelten sich eine Menge Kunst-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Inzwischen wird Toronto oft mit New York verglichen, nur das in Toronto die die Idee der multikulturellen Gesellschaft weitgehend verwirklicht ist. Hier leben 180 Kulturen einträchtig nebeneinander. Abends kann man angstfrei ausgehen und Nachts ohne Sorge vor Überfällen mit der U-Bahn nach Hause fahren. Wobei sich ja New York in der Hinsicht auch gebessert hat.


Renaissance Hotel TorontoNormalerweise berichte ich ja selten über „unsere“ Hotels in den Städten, aber in diesem Fall kann ich mich einfach nicht beherrschen. :-)))
Wie fast immer in Großstädten haben wir unser Hotel über Priceline gebucht. Wie ja (fast) jeder weiß bekommt man bei Priceline Tophotels zu günstigen Preisen. In diesem Fall haben wir ein ganz besonderes Hotel bekommen, dass Renaissance Hotel Toronto. Ihr werdet euch fragen was ist daran etwas Besonderes, außer das es gut und teuer ist? Es ist im 1989 errichteten Skydome untergebracht, wobei der Skydome ja seit einiger Zeit nicht mehr Skydome, sondern nach dem neuen Sponsor „Rogers Centre“ heißt. Das Rogers Center ist eine multifunktionale Sport- und Eventarena, die Platz für 65000 Zuschauer bietet.

 

Rogers Centre - Sky Dome Toronto

Hier trägt der Stolz Torontos, die Baseballmannschaft Blue Jays ihre Heimspiele aus. Das 30000m ² große weiße Kuppeldach war 1989 eine absolute Sensation. Es lässt sich per Knopfdruck in 20 min öffnen und das Rogers Centre lässt sich somit in eine offene Arena verwandeln. In diesem Stadion liegt also das sportlich, elegante Hotel und das besondere ist, unsere Zimmer haben Blick in das Stadion. Schade nur, dass während unserer Übernachtung kein Spiel oder Konzert stattfindet. Aber man kann ja nicht alles haben.
CN Tower TorontoWo wir schon genau daneben“ wohnen“, beginnen wir unsere Stadtbesichtigung natürlich am CN Tower. Der 1976 fertig gestellte Turm ist mit 553 m der höchste freistehende Turm der Welt. Um mal ein Gefühl für die Höhe zu bekommen, der CN Tower ist doppelt so hoch wie der Eiffelturm und auch das Empire State Building in New York ist mit 381 m ein Zwerg gegen den CN Tower. Es gibt zwei verschiedene Aussichtplattformen, dass Observation Deck mit 346m und das 447m hohe Sky Pod. Da man vom Sky Pod nicht mehr sieht, sondern nur höher ist und somit eher weniger sieht, weil Details verloren gehen, haben wir uns für das Observation Deck entschieden. Der Blick ist nicht nur der bessere, man spart auch noch Geld.

Blick vom CN Tower aufs Rogers Centre

 

 

 

 

 

Blick vom CN Tower aufs Royal York Hotel

 

 

 

 

 

 

 

Blick vom CN Tower auf Toronto

Blick vom CN Tower auf TorontoEs gibt auch noch irgendwelche wilden Kombitickets, mit Simulator Ride, den  Film Images of Canada… braucht kein Mensch wenn ihr mich fragt. Gläserne Expressaufzüge bringen uns in weniger als eine Minute außen am Turm entlang auf die Aussichtsplattform. Der Blick von hier oben ist grandios. Selbst die höchsten Wolkenkratzer wirken von hier oben winzig. Egal ob First Canadian, Bay Adelaide Centre, die braune Granitfassade der Hongkong Bank of Canada oder Scotia Plaza alles wirkt von hier oben extrem überschaubar. Die glitzernden Türme der Royal Bank Plaza fallen sofort ins Auge. Was hier in der Sonne schimmert, ist zum Teil echtes Gold, das aus Energiespargründen auf die Fassade aufgetragen wurde. Unser Blick geht über die grünen Wohnviertel Torontos und den Lake Ontario. Steil nach unten sehen wir das Rogers Centre mit geschlossenem Dach und auch das Royal York Hotel ist von hier oben besser zu sehen, als wenn man unten davor steht. Unten sieht es recht unspektakulär aus, aber von hier oben sieht man den Baustil und die vielen Details sehr gut. Bei extrem klarem Wetter, soll sogar der Sprühnebel der Niagara Falls von hier oben zu erkennen sein.

CN Tower - Glasboden

 

Oben im Turm gibt es auch noch das Drehrestaurant - 360 Revolving Restaurant. Bestimmt auch ganz nett, aber auch nicht soooo günstig. Nachdem wir uns satt gesehen und 3000 Bilder gemacht haben, schauen wir mal ob wir schwindelfrei sind. Ein Stockwerk unter dem Observation Deck befindet sich ein Gang mit einem Glasboden. Der erste Schritt ist schon etwas komisch, denn schließlich geht es unter einem 342m direkt nach unten. Die kleinen Punkte, die man unter mir sieht, sind übrigens ausgewachsene Trucks.


 

Holger auf dem Glasboden des CN Towers

 

Ela auf dem Glasboden des CN Towers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Royal York Hotel - TorontoDa wir nur einen Tag Zeit haben verlassen, wir nun den CN Tower und schauen uns das eben gesehene von unten an
Das altehrwürdige Royal York Hotel sieht von der Front Street nach nichts Besonderem aus. Würde kein Portier davorstehen, würde man es nicht mal wahrnehmen.

Royal York Hotel - Toronto

 

 

 

 

Innen sieht das natürlich total anders aus. Hier versprüht es immer noch den Charme eines Grandhotels. Wir schauen uns die gediegene Lobby mit ihrer riesigen Uhr und der dunklen Holztäfelung in Ruhe an. Sehr edel, aber übernachten möchten weder ich, noch mein Geldbeutel hier.

 

Flat Iron Building - TorontoGegenüber dem Royal York Hotel werfen wir einen Blick in die Union Station, dem imposanten Hauptbahnhof Torontos. Seine Fassade wird von zwei Dutzend Säulen getragen. Er erinnert eher an einen Gerichtshof oder ein Staatskapitol. Gleich hinter der Union Station steht das 1892 von Gooderham erbaute Flat Iron Building. Ein nettes Fotomotiv.

Peter und Holger umzingelt von netten Polizisten

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, den City Halls, laufen uns diese netten Herren über den Weg. Als sie merken das wir sie fotografieren wollen, winken sie uns zu sich heran, nehmen uns in die Mitte und lassen sich mit uns fotografieren. Ähnliches passiert uns auf unserer Rundreise durch Kanada sehr oft. Wir haben den Einruck die Kanadier sind sehr aufgeschlossen und entspannt.

 

Lasst euch die Skyline nicht entgehen...