Meteora Klöster

 

Nach diesem kurzen Stopp hier oben fahren wir jetzt hinab ins Tal. Unten erblicken wir diesen tollen Spot und finden auf der schmalen Straße tatsächlich eine Stelle an der wir für ein paar Bilder den Wagen stehen lassen können, ohne das der nächste Reisebus ihn total plättet.

Meteora Klöster Panorama

Klick!!! Das Panorama noch mal in GROß !!!

Meteora Kloster RousánouUnser nächstes Ziel ist bereits links auf dem Panorama zu sehen, das Kloster Rousánou. Genau, dass an dem wir vorhin vorbei gefahren sind, weil zu viele Busse davor standen. Jetzt sind es etwas weiniger, also nichts wie hin. Hier hält eh jeder Touribus, leer wird es also sicher nicht.

 

Meteora Kloster Rousánou

 

 

 

Der Weg hinauf geht zunächst unter Bäumen entlang, bis wir zu einer Treppe kommen. Die Treppe, die bereits auf den Bilder von unten zu sehen ist. Hier staut sich alles. Alle Besucher die ins Kloster hinein wollen oder aus dem Kloster heraus wollen müssen hier entlang. Wir kämpfen uns die Treppe hinauf und ich mache vom Zwischenplateau ein paar Bilder ins Tal hinein.

Nachdem der Rest der Treppe halbwegs frei ist kämpfen wir uns nach oben. Uff angekommen! Wir zahlen die zwei Euro Eintritt und schieben uns weiter vor. Hier ist es wirklich voll. Im Kloster selber gibt es zunächst nicht viel zu sehen, weil auch hier nur ein kleiner Teil frei zugänglich ist. Es kann natürlich auch sein, dass wir vor lauter Menschen die Feinheiten nicht gesehen haben.

 

Meteora Tal Panorama


Meteora TalWenn wir schon mal hier sind wollen wir natürlich auch einen Blick in die Kirche des Klosters werfen. Wir schließen uns einer deutschen Reisegruppe an und bekommen so auch noch Erklärungen zum geschichtlichen Hintergrund der Kirche. Die Kirche sieht im Prinzip genauso aus wie die vorher besichtigte im Kloster Varlaám. Das Kloster Rousánou selber wurde im Jahre 1388 gegründet. Die Mönche lebten nach dem zönobitischen System. Lange wurde der Kampf gegen Überfälle und Plünderungen aufrechterhalten, aber 1940 wurde das Kloster dann doch aufgegeben. Um 1950 herum wurde das Kloster Rousánou dann als Frauenkloster wieder eröffnet. Von der Lage her ist klar, dass dieses Kloster immer voll ist. Busse können hier gut halten und aus allen Lagen ist das Kloster gut zu sehen. Vom Kloster hat man einen tollen Blick. Ich kann euch nur empfehlen früh bei diesem Kloster zu sein. Wenn hier mehr als zwei Busse stehen würde ich nicht anhalten. Dafür ist der zugängliche Bereich einfach zu klein.

 

Wir kämpfen uns die Treppe hinunter, zurück zum Auto und fahren weiter zu den etwas abgelegenen Klöstern Agía Triáda und Agios Stéphanos. Als wir das Kloster Varlaám besucht haben, sind uns ein paar Leute aufgefallen, die oben auf dem Felsen standen und ins Tal geschaut haben. Es muss hier also irgendwo ein Aussichtpunkt sein. Nun da wir in Griechenland sind gehe ich mal nicht davon aus, dass dieser ausgeschildert ist. Also schauen wir nach einer Haltebucht an der ein Weg beginnt. Kurz nachdem wir uns in Serpentinen den Berg hinauf geschlängelt haben werden wir auf der rechten Seite fündig. Es passt genau ins erwartete Bild. Wir halten auf einem Schotterparkplatz und gehen über glitschige Felsplatten zu einem grandiosen Aussichtpunkt über das komplette Tal.

Meteora Klöster Panorama

Von diesen Aussichtpunkt sieht man alle sechs zu besichtigen Klöster. Die Klöster Megálo Metéoro, Varlaám, Rousánou und Agios Nikólaos Anapavsás liegen uns beim Blick ins Tal zu Füßen. Beim Blick zurück sehen wir die anderen beiden Klöster Agía Triáda, und Agios Stéphanos. Dieser Aussichtspunkt bietet wirklich einen super Überblick über die Meteora Felsen und die Ausläufer des Pindos Gebirges. Diesen Spot solltet ihr auf keinen Fall auslassen.

Meteora Klöster Aussichtspunkt
Klick!!! Das Panorama noch mal in GROß !!!

Holger am Meteora AussichtspunktWo das Panorama gerade so schön vor uns liegt, wird es Zeit, dass ich mal auf die Besiedlung Meteora’s eingehe. Die ersten Einsiedler kamen im 9. Jahrhundert in die Gegend um Meteora. Sie lebten zunächst in Höhlen, bevor sie zusammen das Kloster Doúpiani bauten. Doúpiani ist heute nicht mehr erhalten, aber an seiner Stelle steht eine Kapelle, die heute noch genutzt wird. 1334 kam der Mönch Athanasios vom heiligen Berg Athos in die Gegend um Meteora. Mit ihm begann der Aufstieg des Klosterlebens in der Region. Im Jahr seiner Ankunft gründete er das Kloster
Megálo Metéoro (Metamórphosis) und führte die für ganz Meteora gültigen Regeln des Klosterlebens ein. Die drei Grundregeln sind Reinheit, Fehlen von Eigentum und Gehorsam. Das heißt die Lebensmittel gehören allen, Geld hat niemand und alle Mönche müssen den Abt für alles um Erlaubnis und den Segen bitten. Um 3:30 Uhr wird aufgestanden und bis 5:00 Uhr in dem eigenen Zimmer gebetet. Danach folgen wichtige Arbeiten für die Gemeinschaft, unterbrochen von regelmäßigen Gebeten. Im Laufe des 14. Jahrhundert und danach entstanden insgesamt 24 Klöster in Meteora. Fromme Könige wie Symeon unterstützten die Klöster entweder direkt durch Geld oder durch Privilegien.


Meteora Kloster Rousánou vom Aussichtspunkt

Meteora Kloster - Agios Nikólaos AnapavsásDie Klöster waren früher nur per Strickleitern und Seilwinden zu erreichen. Treppen und Wege wurden erst in den 1920ern gebaut. Das hat aber nicht den Grund das Klöster sich das nicht leisten konnten, sondern diese Bauweise schützte auch enorm vor Überfällen, die in der damaligen Zeit ständig drohten. So weit oben auf dem Felsen waren die Mönche hervorragend vor Überfällen geschützt.
Meteora Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro

 

 

 

So weit zur Geschichte der Meteora Klöster. Nachdem wir uns satt gesehen haben, fahren wir zu den letzten beiden Klöstern. Die Straße auf der wir uns bewegen gibt es übrigens erst seit 1948. Ohne Straße und ohne Treppen war Meteora mit Sicherheit ein sehr einsamer Ort.

 

Meteora Kloster Agía Triáda im Hintergrund KalampakaDas Kloster Agía Triáda schauen wir uns nur von der Straße und vom Parkplatz an. Von der Straße lassen sich diese spektakulären Bilder machen. Das Kloster auf dem steil abfallenden Berg Monolithen und dann tief im Tal der Ort Kalampaka. Auch der Blick vom Parkplatz ist sehr interessant. Direkt am Parkplatz ist eine Art Gondel installiert, mit der heute die Lebensmittel und andere Lasten ins Kloster transportiert werden. Das war natürlich nicht immer so. Wie gesagt, Treppen zu den Klöstern gibt es erst seit den 1920ern. Vorher gab es nur Strickleitern und Seilzüge.

Kloster Agía Triáda auf der FelsnaseLastverbindung zum Kloster Agía TriádaDas 1476 fertig gestellte Kloster Agía Triáda war 1981 Drehort für den James Bond-Film „In tödlicher Mission“.
Um zum Sockel zu gelangen, auf dem das Kloster steht, muss man erst ein Tal durchschreiten. Der Weg nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch. Da unsere Zeit aber langsam knapp wird verzichten wir darauf und entscheiden uns lieber dem letzten Kloster noch einen intensiven Besuch abzustatten. Eigentlich schade, denn von oben hat man eine super Aussicht ins Tal und auf andere Klöster.

Agios StéphanosDas letzte Kloster auf der Rundtour ist das 1400 gegründete Agios Stéphanos. Vom Parkplatz aus sind es nur ein paar Meter zum Eingang. Der Weg ist eben, also für jedermann gut zu erreichen. Am Eingang zahlen wir, wie bei jedem Kloster 2€ und Ela wickelt sich so einen „hübschen“ Rock um und los geht es ins letzte Kloster. Die Kleiderregeln sind eigentlich klar. Die Knie und Schultern müssen bedeckt sein. Das war uns auch klar, aber Frauen die eine lange Hose tragen, müssen sich auch in solch einen tollen Wickelrock hüllen.

 

Ela mit tollen Rock im Agios Stéphanos Kloster

Das Kloster Agios Stéphanos hat einen richtigen Innenhof, wie ich es eigentlich schon bei den anderen erwartet habe. Viel los ist hier nicht, man merkt halt doch, dass es ganz am Ende der Meteora Klöster liegt. Wir besichtigen die Kirche, die nicht ganz so dunkel wirkt, wie die anderen die wir uns angesehen haben. Aber vom Stil her ist sie ähnlich. Die Wände sind wieder komplett mit Wandbildern verziert. Sehenswert sind der Bischofsthron und die Pulte für Gesangbücher, die mit Perlmutteinlagen verziert sind. Nachdem es um 1960 fast verlassen war, wurde Agios Stéphanos 1961 in ein Frauenkloster umgewandelt.

 

Die Kirche des Meteora Kloster Agios Stéphanos

Blick vom Kloster Agios Stéphanos auf Kastraki und Kalampaka

 

 

 

Auch hier darf wieder nicht in der Kirche fotografiert werden. Diesmal wird ein junges Mädchen von einer Nonne erwischt, als es mit ihren Handy fotografiert hat. Zack, hatte die Nonne dem Mädel das Handy entrissen und verließ die Kirche. Oh das Mädel aber hinterher und kämpft mit Worten um ihr Handy.
Eine sehr lustige Szene. :-)

 

 


Wir schauten uns noch ein wenig auf dem Klostergelände um. Auf der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein schöner Garten. Von hier hat man einen traumhaften Blick auf Kastraki und Kalampaka. Der Blick hat schon was.

 

 

 


Rückfahrt nach VolosSo für uns wird es nun aber Zeit, die AIDA wartet schließlich nicht auf uns. Vom Kloster Agios Stéphanos führt ein direkter Weg nach Kalampaka. Wir müssen uns also nicht den ganzen Weg zurück durchs Tal schlängeln.

Alle man (Frau) an Bord

 

 

 


 

Von Kalampaka aus geht es den gleichen Weg, den wir auch gekommen sind, zurück nach Volos. Dort warten die Alamo Herren bereits auf uns. Wir geben die Schlüssel ab und gehen wieder an Bord der AIDA.

 

Unser nächstes Ziel Athen wartet schließlich bereits auf uns...