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Südafrika - Addo Elephant National Park

Da die Zeit schon recht weit fortgeschritten ist, machen wir nur eine kurze Pause. Conor möchte mit uns noch kurz in den Colchester Teil des Parks. Dort vermutet er ebenfalls eine große Elefantenherde an einem kleinen Wasserloch. Tatsächlich spüren wir die Herde auf, aber es bleibt leider keine Zeit mehr die Tiere in Ruhe zu bewundern. Das macht aber nichts, da wir am Ende der Tour mit Conor ja alleine durch den Park fahren werden und Conor ist sich sicher, die Herde bleibt noch eine Weile hier. Unterwegs sehen wir noch viele andere Tiere, hier eine kleine Auswahl:

Büffel im Addo NationalparkSA11_1382

 

 

 

 

 

 

 

 

Schildkörte im Addo Nationalpark

 

 

 

 

 

 

 

 

Kudu im Addo NationalparkSchakal im Addo Nationalpark

 

 

 

 

 

 

 


Unser Auto - Nissan X-TrailConor fährt uns zurück zum Addo Main Camp, wo wir uns sofort mit unserem eigenen Wagen auf den Weg in den Park machen. Als erstes fahren wir zum Domkrag Dam, ein Wasserloch, das über eine der wenigen asphaltierten Straßen zu erreichen ist. Der Aussichtspunkt liegt auf einer Anhöhe und man kann das Gelände ringsherum gut einsehen, so dass man hier den Wagen verlassen kann. Am Wasserloch halten sich zwei Elefanten auf. Das könnten die einzelnen Bullen von heute Morgen sein. Außerdem fliegen und hüpfen hier viele verschiedene Vögel umher. Überhaupt leben im Addo viele Vögel. Bis zu 150 verschiede Vogelarten wurden hier gezählt.

Zebras beim kuscheln


Unser nächstes Ziel ist Carols Rest, ein etwas abgelegenes Wasserloch, das wir über eine gut zu befahrende Schotterpiste erreichen. Hier tobt das Leben. Rings um das kleine Wasserloch tummeln sich Zebras, Elenantilopen, Warzenschweine, Buschschweine und ein Büffel. Wir schauen dem Treiben am Wasserloch eine ganze Weile zu. Bei diesem Wasserloch handelt es sich übrigens um eines von sechs künstlich geschaffenen Wasserlöchern im Addo Nationalpark. Das Problem ist, das es im Addo so gut wie kein Oberflächenwasser gibt, also haben die Ranger etwas nachgeholfen.

 

Zebras, Elenantilopen, Warzenschweine, Buschschweine im Addo Nationalpark

Zebra am Carols Rest Wasserloch im Addo NationalparkBüffel  im Addo Nationalpark

 

 

 

 

 

 

 

 

Landschaft  im Addo NationalparkSo langsam aber sicher zieht es uns wieder Richtung Colchester Section, wir wollen uns die große Elefantenherde noch in Ruhe ansehen. Also fahren wir zurück zur asphaltierten Hauptstraße und nach Erreichen dieser Richtung Süden.

Kaktus  im Addo Nationalpark

 

 

 

 

Die Elefantenherde ist wie von Conor versprochen noch da und wir genießen die große, etwa 80 Tiere starke Herde voll und ganz. 
 

Elefant versperrt die straße

 

 

 

 

 

Die Colchester Section wurde erst vor ein paar Jahren an den ursprünglichen Teil des Addo Nationalparks angeschlossen. Früher endete der Addo Nationalpark an der Schotterstraße zwischen der Ortschaft Addo und Paterson. Heute beginnt hier die Colchester Section, die sich Richtung Süden fast bis zur Ortschaft Colchester an der N2 erstreckt.

Große Elefantenherde  im Addo NationalparkMit der Erweiterung des Parks wurde in der Colchester Section auch ein weiteres Restcamp, das Matyholweni Camp gebaut. 2010 wurde der Addo Nationalpark um die Woody Cape Section vergrößert. Zu diesem Küstenbereich zählen auch zahlreiche Inseln, auf denen viele Seevögel und Pinguine beheimatet sind.

Elefantenherde am kleinen Wasserloch  im Addo Nationalpark

 

 

 

 

Wie oben schon beschrieben wurde im Jahre 1995 durch die Eingliederrung des Zuurberg National Park der Leopard im Addo National Park ansässig. Auch einige wenige Nashörner wurden angesiedelt. 2003 kamen dann Löwen hinzu. Merkt ihr was? Der Addo National Park hat sich zu einem Big 5 National Park entwickelt.

 

Auch ein minielo hat DurstIch bin stärker... nein ich!

 

 

 

 

 

 

 

 

Elefanten am WasserlochMit der Eingliederung des Zuurberg National Parks gehören nun auch Wale und der Weiße Hai zum Addo Nationalpark. Somit hat der Addo Nationalpark nun als einziger Nationalpark der Welt den Status eines Big 7 Naturreservats. Hier leben nun also Elefanten, Büffel, Nashörner, Leoparden, Löwen, Weisse Haie und Wale.

Elefanten am Wasserloch

 

 

 

 

Hmm die Big Seven sind zwar im Addo Nationalpark vorhanden, aber eine echte Chance diese auch zu Gesicht zu bekommen gibt es eigentlich nicht. Es beginnt mit dem Leoparden, der lebt tief in den Zuurbergen.

Was willst du?

 

 

Die Infrastruktur ist dort und auch in den angrenzenden Bereichen Darlington Lake Section und Kabouga Section nicht besonders gut. Es gibt wenige Wege, von denen die meisten 4x4 Pisten sind.  In der Woody Cape Section ist die Situation nicht viel besser. Auch hier gibt es nur wenige erschlossene Gebiete, die für Tagestouristen kaum oder nur schwierig erreichbar sind. 

 

Landschaft  im Addo Nationalpark


Wir haben hier bei den Elefanten auch Conor wieder getroffen, der erzählt uns, dass im Süden des Parks zwei männliche Löwen gesichtet worden sind. Das passt uns gut, wir wollen uns eh noch den südlichen Teil des Addo Nationalparks ansehen und dann über das Matyholweni Gate verlassen.

 

Reiher im Addo Nationalpark

 

 

Der nördliche Teil der Colchester Section ist schön grün und hügelig, der südliche hingegen eher flacher. Wir fahren alle möglichen Loops, aber von den Löwen ist keine Spur zu entdecken. Wir sehen zwar eine Menge Tiere, aber alle in relativ großer Entfernung. Wir geben auf und fahren Richtung Matyholweni Gate.

Reiher im Addo Nationalpark

Was ist denn da vorne los? Etwa 3km vor dem Gate so viele Autos hintereinander? Da müssen die Löwen sein! Tatsächlich, genau so ist es. Rechts, direkt neben der Straße liegen die beiden mächtigen männlichen Löwen im Gras.

Löwen im Addo Nationalpark

 

Löwe im Addo NationalparkLöwe bei der Körperpflege

 

 

 

 

 

 

 

Müde sind die Zwei und sie lassen sich auch von den vielen Autos die hin und her rangieren, um einen guten Blick auf die Löwen zu bekommen, nicht stören. Wir bekommen einen guten Platz, der uns freie Sicht auf die Löwen garantiert. Wir fotografieren was die Kamera hergibt, später dann was das Licht noch hergibt, denn es wird langsam dunkel. Also ihr netten Löwen, jetzt bitte nicht zu hektisch bewegen, sonst wird das Bild nicht mehr scharf. :-))


Löwe im Addo Nationalpark

Kaum zu glauben das er sooo gefährlich ist.Nachdem es wirklich ganz schön schummrig ist und man ja bei Dunkelheit aus dem Park sein muss, verlassen wir den Addo National Park. Ein wirklich schöner Park, auch wenn das ganze Getue um die Big 5 oder sogar Big 7 etwas übertrieben ist. Auf jeden Fall muss man schon sehr viel Pech haben, wenn man Elefanten nicht in ausreichender Menge zu Gesicht bekommt. Auch für Büffel stehen die Chancen recht gut, bei Löwen braucht man etwas Glück und bei Nashörner und Leoparden stehen die Chancen nicht besonders.

Matyholweni Gate - Addo National Park

 

 

Egal für Touristen, die ausschließlich an der Gardenroute und in Kapstadt bleiben, also die nicht in den Norden zum Kruger National Park kommen, ist es eine gute Gelegenheit der Tierwelt Südafrikas nahe zu kommen. Vor allem liegt der Kruger Nationalpark auch weit außerhalb des Malariagebiets und der Park wirbt auch mit Malaria freien Safaris. Wer wirklich die Big Five sehen möchte, der kann in der Nähe des Addos eine Lodge in einem privaten Game Reserve buchen. Was ich noch vergessen habe, im Addo gibt es mit dem 12 km lange Spekboom Trail einen Wanderweg, der komplett mit einem Schutzzaun umgeben ist, so dass man zwar der Natur nahe, aber nicht ZU nahe kommt.

Zum Schluss noch ein Addo Nationalpark Video

 

Nach so vielen Tieren geht es nun an die Küste, zum Tsitsikamma Nationalpark, nee Garden Route National Park…

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