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Nach Verlassen des Champion Jet 2 gehen wir bis zum Ende der Pier, wo sich die Mietwagen Firma Sea and Sky befindet. Hier haben wir für die drei Tage hier auf Serifos einen Mietwagen reserviert. Die Übernahme des Fiat 500 verläuft schnell und reibungslos. In den Kofferraum passt nur der kleine Koffer, der große muss auf die Rückbank. Zu unserem Hotel, den Kalami Suites, sind es nur 600 Meter. Wir werden sehr freundlich empfangen und nach den Formalitäten in unsere Jacuzzi Suite geführt. Die Suite ist modern und schick eingerichtet.
 
Das Highlight wartet auf dem Balkon, der Jacuzzi Pool und die grandiose Aussicht auf die Chora. Hier haben wir jeden Morgen gefrühstückt und jeden Nachmittag im Pool ausklingen lassen.
Das Frühstück kann bequem per Whatsapp bestellt werden und wird 30 Minuten später auf dem Balkon serviert. Bei der Auswahl der Speisen achtet das Hotel auf gesunde lokale Produkte. So nun aber genug geschwärmt, sonst bucht ihr uns bei unserem nächsten Besuch das letzte Zimmer weg. :-)
 
Die Erkundung von Serifos starten wir mit einem Rundgang durch Livadi. Livadi gruppiert sich im Prinzip um die Bucht mit dem Fähranleger und dem Livadi Beach herum. Der Ort hat keine besonderen Highlights zu bieten, aber der Blick vom Bootshafen auf den Strand und weiter hinauf zu Chora ist sehr schön.
 
Wir genießen diesen Blick aus allen möglichen Perspektiven. Den Livadi Beach habe ich ja schon erwähnt. Ein langer ruhiger Sandstrand, an dem verschiedene Tavernen und Hotels immer mal wieder Liegen für deren Gäste bereithalten. Im hinteren Bereich der Bucht bieten Tamarisken Schatten.
 
Südlich vom Fähranleger befindet sich mit dem Lavadakia Beach ein deutlich schönerer Strand. Allerdings gehört er genau genommen nicht mehr zu Livadi, sondern wie der Name schon sagt zu Lavadakia. Lavadakia ist eine kleine Siedlung, die direkt an Livadi grenzt. Der Lavadakia Beach bietet viel Schatten durch dicht am Wasser stehende Tamarisken und verfügt über sehr schönen weichen Sand. An dem 600 Meter langen Strand befinden sich auch einige Tavernen, also hier kann man es ein paar Stunden aushalten.
 
 
Livadi hat sonst alles was das Touristenherz begehrt. Zwei Supermärkte, die einzige Tankstelle der Insel, zahlreiche Tavernen und Restaurants und ein paar Bars. Nach dem wir den Jacuzzi und den Sonnenuntergang auf unserem Balkon genossen haben, sind wir immer in Livadi Essen gewesen. Wir haben drei verschiede Restaurants ausprobiert und alle waren recht gut. Am besten hat uns das Fischrestaurant „Kalis Seafood“ gefallen. Guter Fisch zu humanen Preisen. Für einen Absacker können wir den „Yacht Club“ empfehlen. Ein leckerer Cocktail mit Blick auf die Bucht, was braucht es mehr für einen gelungenen Urlaubstag.
Nun wird es aber Zeit Serifos mit unserem Mietwagen zu erkunden. Serifos ist die kleinste Insel auf unserer diesjährigen Reise. Serifos ist 75 km²groß und hat eine Ausdehnung von 9x10 km. Na da sollten 2,5 Tage mit dem Mietwagen doch locker reichen.
 
Zunächst fahren wir hoch in die Chora, dem Hauptort von Serifos. Wobei Hauptort bei ca. 1400 Bewohnern von Serifos ein hochtrabender Begriff ist. Nach verlassen von Livadi windet sich die Straße über viele Schleifen hinauf. Es gibt auch den zu empfehlenden Wanderweg 1a von Livadi hoch zur Chora, den wir aber aus zeitlichen Gründen auslassen mussten. Oben angekommen stellen wir unseren Mietwagen in der Pano Chora am Windmühlenplatz ab.
Ich sagte Pano Chora, weil die Chora von Serifos aus zwei Teilen besteht. Da ist zum einem die Pano Chora in der wir uns befinden und dann die darunterliegende Kato Chora, die über eine steile Treppe zu erreichen ist. Der deutlich schönere Ortsteil ist die Pano Chora, die sich prima über einen Rundweg erkunden lässt, der hier am Windmühlenplatz startet. Die Windmühlen selber und der Aussichtpunkt auf die Chora bieten uns bereits tolle Blicke und machen Lust die Chora zu erkunden.
Dazu gehen wir zu den Tavernen am Windmühlenplatz zurück und schauen nach dem Weg zum Kastro hinauf. Wir lassen die Tavernen im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und schlängeln uns den Treppenweg hinauf. Dabei kommen wir an sehr schönen Tavernen und kleinen Läden vorbei. Allerdings sind alle Tavernen und die meisten Shops geschlossen, es ist gerade Siesta. Was aber an der Schönheit des Weges und der Aussicht nichts ändert.

Dort wo die Bebauung lichter wird beginnt der Treppenweg hinauf zur Kirche Agios Konstantinos. Von hier oben haben wir einen grandiosen Blick.
 
Zunächst auf die Strände der Ostküste, als wir um die Ecke gehen haben wir das volle Panorama der Hafenbucht von Livadi vor uns liegen. Wow, was für ein schöner Blick.
Als Vordergrundmotiv drängt sich die am Hang gelegene Kuppelkirche Agia Varvara geradezu auf. Wir setzen uns eine Weile auf die Mauer und genießen einfach nur den Ausblick.
 
Von hier sind es dann noch ein paar Schritte hinauf zum ehemaligen Kastro, von dem so gut wie nichts übrig ist. Dafür passieren wir hier oben noch zwei weitere Kirchen, bevor sich der Weg wieder nach unten schlängelt. Unser nächstes Ziel ist der Rathausplatz. Offensichtlich haben sich hier schon viele Besucher in den Gassen der Chora verlaufen und standen in den Gärten der Bewohner und sind fälschlicherweise den Berg hinuntergelaufen. Inzwischen ist der Rathausplatz mit Pfeilen auf den Gassenwänden deutlich sichtbar gekennzeichnet. Somit gehen wir zielsicher durch die schönen Gassen, vorbei an den blumengeschmückten Häusern und stehen plötzlich auf dem bunten Rathausplatz der Chora auf Serifos.
Auf dem hübschen Rathausplatz befinden sich neben dem Rathaus eine Kirche und ein paar Tavernen. Jede dieser Tavernen hat unterschiedlich farbige Stühle. Dadurch ergibt sich eine tolle farbenfrohe Optik.
Vom Rathausplatz geht es wieder hinunter zum Windmühlenplatz und somit zu unserem Auto.
Wo wir schon mal hier oben sind wollen uns auch noch Kato Chora ansehen. Direkt an der Straße befindet sich die Eingangsgasse. Wir schlendern durch die Gassen und kommen zur großen ockerfarbenen Evangelistria Kirche, die etwas überdimensioniert für Kato Chora wirkt. Es ist ja nicht so, dass es schon keine Kirche in der Nähe gibt. :-)
 
Des Weiteren gibt es in Kato Chora noch ein Open Air Theater mit 300 Plätzen und ein archäologisches Museum. Vielleicht sind wir auch durch Pano Chora verwöhnt, aber bei Kato Chora springt der Funke bei uns nicht so ganz über und wir machen uns wieder auf den Rückweg nach Livadi und lassen den Tag im Jacuzzi auf unserem Balkon ausklingen.
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