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Als wir auf Koufonisi ankommen, werden wir von einem Angestellten des Nysis Koufonisia Hotels bereits erwartet. Auch im letzten Jahr waren wir im Nysis und waren so begeistert, dass wir auf jeden Fall wieder kommen wollten. Das wir nun nach nur einem Jahr wieder hier sind, hatten wir zwar zunächst auch nicht gedacht, aber es fühlt sich gut an. Das Nysis Koufonisia Hotel erreichen wir nach 5 Minuten.

Der Empfang ist herzlich, Maria von der Rezeption erkennt uns sofort und bringt uns auf unser Zimmer.

Unser Zimmer liegt dieses Mal in der oberen Etage. Das hat vor allem den Vorteil, dass es oben einen elektrischen Sonnenschutz gibt, den man nach Sonnenstand individuell verstellen kann und immer im Schatten frühstücken kann. Das war uns in diesem Jahr bei der Buchung auf jedem Fall wichtig.

Ansonsten ist die Einrichtung gleich. Das Zimmer verfügt über Klimaanlage, Safe, Wasserkoffer, Espressomaschine… So lässt es sich aushalten.
Den Poolbereich haben wir ja im letzten Jahr bereits mehrfach genossen. Die Preise an der Poolbar sind wirklich in Ordnung. Gerade zum Sonnenuntergang haben wir es uns hier mit einem Glas Wein bequem gemacht und die Stimmung genossen.
 
 

Natürlich haben wir auch in diesem Jahr die Chora und den Hafen mehrfach besucht und die Stimmung und die Atmosphäre ausgiebig genossen. Die Hauptgasse mit ihren vielen Bars, Tavernen und Geschäften ist immer wieder einen Besuch wert. Tagsüber ist zwar wenig los, aber dafür kommen die hübschen bunten Blumen gut zur Geltung. Abends ist dann jede Bar gut besucht und die Gasse vermittelt perfekte Urlaubsstimmung.
 


 
Auch der Hafen gehört zu unseren Lieblingsorten. Hier gibt es immer etwas zu beobachten. Wir sitzen gerne in der Hafentaverne Axinios, trinken etwas und schauen uns das Treiben im Hafen an. Da ist natürlich der Fährverkehr, aber auch die Touristenboote, die von Naxos Tagesbesucher nach Koufonissi bringen. Außerdem natürlich die riesigen Charteryachten, die für den Bootshafen zu klein sind und temporär an der Pier anlegen dürfen.
 
Oder die Badeboote, die an den Stränden entlang pendeln und auch hinüber nach Kato Koufonissi fahren. Immer mittendrin ist Kostas Prassions mit seinem Kopftuch. Kostas ist Besitzer von Prassions Boat Tours, einem der zwei Badeboot Gesellschaften. Außerdem ist Kostas so etwas wie der gute Geist von Koufonissi. Kostas ist fast immer da, wenn eine Fähre kommt. Er hilft wo er kann oder erzählt einfach nur ein wenig mit dem Fähren Personal.
 
Vom Hafen ist die Bucht mit dem Dorfstrand Ammos Beach bereits zu sehen. Auch das bunte Fischerboot leuchtet schon von weitem. Nachdem ich im letzten Jahr gedacht habe, das Boot liegt dort nur zum Fotografieren, muss ich meine Einschätzung revidieren. In diesem Jahr war das Boot zweimal zum Fischen draußen.
 
Der Dorfstrand Ammos Beach ist eigentlich immer gut besucht, und zwar zum großen Teil mit Tagesbesuchern, die mit den angesprochenen Touren aus Naxos kommen. Der Strand ist zwar schön, aber wer nur hier bleibt verpasst die vielen schönen Strände die Küste entlang.
Gegessen haben wir in diesem Jahr wieder im Restaurant Captain Nikolas, an der Ostküste, in der kleinen Bucht gegenüber von der Windmühle. Hier sind die Preise noch in Ordnung und die Qualität der Speisen sehr gut. Hinzu kommt ein guter Hauswein, was will man mehr. Auch das Mixalios Grill House fällt in diese Kategorie, wobei die Fischauswahl nicht so toll ist, aber alles andere ist super. Hier treffen wir auch jedes Mal viele Insulaner, was ja immer ein gutes Zeichen ist. Leider haben wir das Restaurant Aneplora im alten Hafen wieder nicht geschafft. Urlaub ist doch immer zu kurz. :-)

 

Zur Erkundung der Inselteile, die wir beim letzten Mal nicht gesehen haben, haben wir uns dieses Mal ein Fahrrad gemietet. Es gibt einige Möglichkeiten Fahrräder zu leihen, wir entscheiden uns für die Thoosa Boutique and Bikes Rental, direkt neben dem Ammos Beach. Kurze Einweisung, Sattel richtig einstellen und los geht’s. Wir fahren am Ammos Beach und dem Hafen vorbei und stoppen an der Ostküste, wo wir den Blick auf die Bucht mit der Windmühle und der ehemaligen Werft genießen.
 
Dann folgen wir der Bucht und fahren weiter bis zum alten Hafen mit seinen im Wind schaukelnden Fischerbooten und dem Restaurant Aneplora im Hintergrund. Auch diesen Blick kennen wir aus dem letzten Jahr, wo wir bis hier zu Fuß gegangen sind.
Da wir ja vor allem uns unbekannte Teile der Insel erkunden wollen, fahren wir die Piste weiter und kommen bald zum Ende der Piste. Hier gibt es, außer ein paar schroff ins Meer abfallende Felsen nicht viel zu sehen.
 
Also fahren wir zurück zum Restaurant Aneplora und folgen hier der Straße den Berg hinauf. Berg ist gut, denn die höchste Erhebung von Koufonissi ist ja nur 113 Meter hoch. Das Problem ist aber, das auf der kleinen Insel auch kein Platz ist und somit der Anstieg ganz schön heftig ist. Das allerletzte Stück muss Manuela absteigen und die letzten Meter bis zur Bergkuppe schieben.
 
Hier schließen wir unsere Räder an und gehen das letzte Stück zu den Resten der Prophet Elias Kirche zu Fuß. Von der Prophet Elias Kirche ist nicht mehr viel zu sehen und für die paar Steine lohnt sich der Weg hinauf nicht, aber der Blick von hier oben ist sehr schön.
 
Von der Insel sehen wir den gesamten Süden und Osten. Im Hafen liegt gerade der Tere Jet 2 von Seajets. Die Chora ist sehr gut auszumachen und auch der alte Hafen ist gut zu sehen. Außerdem sehen wir von hier oben sehr viele Kykladen Inseln. Ganz links im Hintergrund sehen wir Amorgos, davor Keros, vor Ano Koufonissi die kleine Insel ist Glaronissi Island, dann kommt Kato Koufonissi, Schinoussa, Iraklia und Ios. Rechts von uns, ganz groß, natürlich noch Naxos. Ein toller Blick, den wir genießen, während der Seajet Koufonissi in Richtung Naxos verlassen hat.
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Von hier machen wir uns auf den Weg in die Mitte der Insel und kommen dabei an ein paar Feldern vorbei, bevor die Straße wieder ansteigt. Oben angekommen erreichen wir die einzige Tankstelle der Insel. Bei den paar Autos auf der Insel herrscht hier nicht gerade Hochbetrieb. :-) Benzin kostet hier ungefähr 30 Cent mehr als auf Naxos, aber egal bei einer Breite von 2,8km und einer Länge von 3,5 Kilometer reicht eine Tankfüllung wohl das ganze Jahr.
 
Hinter der Tankstelle kommen noch ein paar nette Ferienhäuser und schließlich endet die Straße an der Müllhalde. Für heute haben wir genug gesehen, wir wollen an den Strand. Dazu fahren wir zurück in die Chora und geben die Fahrräder ab.
 
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