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Unsere Tagesetappe:
Als wir am nächsten Morgen aufwachen und an Deck gehen, merken wir das wir nicht mehr vor den Pakbia Inseln liegen. Wir holen uns eine Tasse Kaffee und lassen uns von Sem erklären das der Anker an der alten Position nicht hundertprozentig fest war und er deshalb lieber nach Lao Lading Island weitergefahren ist. Wir liegen hier im Schutz der Insel und genießen das weiche Licht am frühen Morgen.
 
Es dauert nicht lange und Sem startet den Motor. Wir fahren zunächst an der Küste von Lao Lading Island entlang. Dabei kommen wir an einem Strand und einen Steg zum Anlegen der Boote vorbei. Als wir das sehen denken wir: oh hier ist wohl auch ab und zu etwas los. Später auf dem Rückweg sind wir entsetzt zu sehen, dass 25 Boote hier vor Ort sind.

Ich weiß zwar nicht genau warum, denn so spektakulär sieht der Spot gar nicht aus, aber das unterstreicht wieder die bei James Bond Island beschriebenen Vorteile unserer Katamaran Kreuzfahrt. Wobei wir diesen Spot ja gar nicht besucht haben, sondern nur davor gelegen haben. Am Ende von Lao Lading Island sehen wir noch eine Höhle hoch oben im Fels. Die Höhle steht unter Naturschutz, weil sie eine Brutstätte für seltene Vögel ist.
 
Unser erstes Ziel des Tages ist bereits wieder in Sichtweite. Sem hat Kurs auf Hong Island genommen. Wie wir oben ja bereits gelernt haben, heißt das frei übersetzt „Insel mit einem Raum“. Also hat auch Hong Island eine Lagune und diese hier soll richtig groß sein. Na dann sind wir mal gespannt.
Recht früh am Morgen ankern wir kurz vor der Einfahrt in die Lagune. Wir sind nun davon ausgegangen, dass wir sofort rüberfahren, weil noch nicht viel los ist und wir wieder weg sind, wenn die ersten Boote kommen. Aber Sem erklärt uns, dass noch Niedrigwasser ist und wir mit dem Dingi noch nicht in die Lagune kämen. Wer möchte kann aber mit dem Kanu schon einmal alleine hinfahren. Zunächst allerdings will das noch keiner, denn Sai hat unser Frühstück fertig und das hat Vorrang. :-) Während des Frühstücks beobachten wir tatsächlich, dass sich sogar zwei Longtrail-Boote beim Versuch in die Lagune zu kommen festfahren und die haben bekanntlich sehr wenig Tiefgang.
 Als die Tide hoch genug ist lässt Sem das Dingi zu Wasser und alle sind dabei und möchten die Lagune von innen sehen. Es herrscht schon recht viel Betrieb an der Einfahrt zur Lagune. Als wir die schmale Einfahrt passieren wird deutlich wie groß die Lagune ist. Die Lagune hat eine Länge von 200 Meter und eine Breite von 100-150 Meter. Sem fährt uns an eine Stelle wo wenig los ist und lässt uns aussteigen.
Das Wasser geht uns maximal bis zu den Knien und ist wunderschön türkis. Ein sehr schöner Ort ist das hier und selbst wenn man morgens schon alleine hier reingekonnt hätte wäre es nicht so schön gewesen, denn die Sonne muss schon recht hoch stehen um über die Berge zu kommen. Ohne Sonne leuchtet die Lagune mit Sicherheit lange nicht so schön. Ein toller Spielplatz auch für Erwachsene ist das hier. :-)
Sem lässt uns so lange Zeit bis wir ausgespielt haben. Als alle wieder zurück am Dingi sind fahren wir aus der Lagune hinaus zurück zum Katamaran. Das war ein sehr schöner erster Spot. Als das Dingi wieder verstaut ist, lichtet Gift den Anker und wir fahren in östlicher Richtung weiter, auf das Festland der Region Krabi zu.
 
Als wir uns dem Festland nähern steuert Sem nach Norden in eine langgestreckte Bucht bei Ao Thalin hinein. Hier findet heute unser zweiter externer Ausflug statt. Wir fahren heute mit dem Kayak durch ein Mangrovengebiet, aber der Reihe nach…
Wir ankern genau vor der Kayak Station von Seakayak Krabi und Sai hat bereits das Mittagessen fertig. Okay ein wenig Stärkung kann sicherlich nicht schaden vor der Kayaktour. Das Essen ist wie immer super. Hinterher haben wir noch ein wenig Zeit um uns in Ruhe umzuziehen und ein paar Kleinigkeiten zusammenzusuchen. Unser Dingi bringt uns dann um 13:30 Uhr rüber zur Kayak Station, wo wir am Ufer bereits erwartet werden. Unser Guide stellt sich vor, verteilt die Schwimmwesten und erklärt deren handling. Als nächstes erklärt er uns den Routenverlauf auf einer Karte und macht ein paar Gruppenfotos.


Fotos macht unser Guide während der gesamten Tour und verschickt sie hinterher an uns. Ein toller Service wie ich finde, denn natürlich nehme ich meine gute Kamera nicht mit und so viel Zeit Bilder mit dem Handy zu machen habe ich ja auch nicht, sonst muss Ela zu oft alleine paddeln. :-) Am Ende der Tour ist aber ein guter Mixed an eigenen Handybildern und die Bilder vom Tourguide herausgekommen. Qualitativ sind die Bilder natürlich nicht so gut wie ich mir das vorstelle, aber besser als nichts.



Der Guide weist uns die Kayaks zu und schaut das wir alle gut loskommen. Auf Höhe unseres Katamarans treffen wir uns und dann geht es los. Das erste Stück geht gleich quer über den Seitenarm auf die Festlandseite, dort wo sich der Mangrovenwald befindet. Dafür das wir noch nie auf dem Meer Kayak gefahren sind kommen wir ganz gut zurecht. Der Wind und die leichten Wellen sind etwas tricky, aber stellen kein großes Problem da.


Die Tour führt uns an der Küste entlang, bis wir zu einer Einfahrt in eine Schlucht kommen. Der Guide nennt sie mit einem zwinkern im Auge den „Grand Canyon“ Thailands. Die Felswände links und rechts ragen etwa 20 Meter steil auf. Direkt an der Einfahrt spielt eine kleine Affenfamilie, aber als wir dichter kommen verziehen sie sich schnell.

Die Durchfahrt durch den Canyon ist sehr interessant und macht mächtig Spaß. Als der Canyon endet kommen wir zu einem breiten Abschnitt wo links und rechts große Bäume stehen.

Der breite Abschnitt endet an einer Gabelung, an der wir links abbiegen. Hier wird der Flusslauf schlagartig schmaler und flacher. Wir haben den spannenden Teil mit den Mangroven erreicht. Der Fluss wird teilweise zum Bach und die Kurven werden zur Herausforderung. Teilweise geht es 90 Grad um die Ecke und wenn man nicht aufpasst hängt man zwischen den Mangroven und hält die ganze Gruppe auf. Zum Glück ist uns das nicht passiert.
 
Während der Fahrt habe ich mir vom Guide abgeschaut, dass man in den engen Kurven das Paddel zur Lenkunterstützung ins Wasser drückt und zwar auf die Seite wo man hin will. Coole Technik, ich bin begeistert wie gut das funktioniert. Leider habe ich von den engen Stellen keine Fotos, weil nicht mal der Guide die Zeit hatte Fotos zu machen.
 
An der Löwenhöhle legen wir einen Stopp ein und der Guide erklärt uns das hier früher tatsächlich Löwen gelebt haben, aber das in den letzten 70 Jahren keiner mehr gesehen wurde. Na da haben wir ja nochmal Glück gehabt. :-) Es gibt keine frei lebenden Löwen in Thailand.
Hinter der Höhle wird der Fluss wieder breiter und die Mangroven vermischen sich wieder mit anderen Bäumen. Halt, was raschelt da in den Bäumen? Wir haben schon viele bunte Vögel gesehen, aber dieses Mal ist das rascheln lauter. Und siehe da, in den Bäumen hüpft ein Affe von Ast zu Ast. Sehr schön und diesmal haben wir ihn auch aufs Bild bekommen.
 
 
Kurze Zeit später kommen wir zur Ausfahrt in den Hauptkanal in dem auch unser Katamaran liegt. Wir machen noch einen kurzen Stopp und ein paar Gruppenbilder.
 
Danach geht es zurück zum Ausgangspunkt, der Basis von Seakayak Krabi. Das Stück hat es noch einmal ganz schön in sich. Der Wind bläst uns ins Gesicht und wir müssen ganz schön gegen die aufkommenden Wellen anarbeiten. Aber nach knapp 10 Kilometern sind wir ja schon erfahren und wissen die erlernte Technik besser umzusetzen, um problemlos die Basis zu erreichen. Unser Guide versorgt uns noch mit Getränken und etwas Obst und dann holt uns Gift wieder mit dem Dingi ab. Die Kayaktour hat super viel Spaß gemacht, obwohl wir nicht viel Kayak Erfahrung haben war es kein Problem mit der Gruppe mitzuhalten.
Wieder an Bord lichtet Sem auch gleich den Anker. Die Fahrt führt uns wieder an der Küste der Region Krabi entlang. Ich sage immer an der Region Krabi entlang. Viele kennen Krabi vielleicht als Touristenort und das ist auch richtig so, aber der Ort Krabi liegt halt in der Region Krabi und die erstreckt sich über eine richtig große Fläche entlang der Ostküste unserer Katamarantour.
 
Unser nächstes Ziel ist die Inselgruppe Ko Thap, Tup Island und Ko Kai. Unterwegs geht die Sonne unter und Gift serviert uns wieder einen leckeren Cocktail, dieses Mal Pina Colada.

Beim Erreichen der Inselgruppe ist die Sonne bereits untergegangen, aber auf Tup Island befinden sich noch unzählige Touristen, die den Sonnenuntergang dort genossen haben. Wieder ist ein wunderschöner Tag vorbei, nach einem gemütlichen Abendessen mit vielen netten Gesprächen gehen alle recht früh ins Bett.
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