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Unsere Tagesetappe:
Am nächsten Morgen fuhr Sem mit dem Katamaran in die nördliche Bucht von Phi Phi Don hinein. Nach dem Frühstück hat Gift uns alle mit dem Dingi an den Loh Dalum Beach von Phi Phi Don hinübergefahren. Nach kurzer Abstimmung einigten wir uns, dass wir uns nach 4 Stunden wir hier unten am Strand treffen wollen.

Für uns war klar wohin wir wollen und zwar hoch zum Phi Phi Viewpoint. Die anderen haben auch Interesse, wollen sich aber zunächst unten ein wenig umschauen. Wir wollen es genau anders herum machen. Erstens sehen wir dann wieviel Zeit noch für den Ort bleibt und zweites wird das Licht im Laufe des Tages am Viewpoint schlechter.

Also los auf ins Gewirr der Gassen von Phi Phi Don. Seit unserem ersten Besuch 2002 ist hier doch einiges geschehen. Da ist zuallererst der Tsunami im Jahre 2004 zu nennen. Durch den Tsunami ist der gesamte mittlere Teil der Schmetterlingsinsel zerstört und weggespült worden. Alles was hier unten in den Gassen zu sehen ist, ist nach dem Tsunami neu aufgebaut worden. Wir haben den Eindruck es sind viel mehr Geschäfte und Hotels entstanden als es damals waren. Auch in den Hang hinein wurde inzwischen gebaut, dass ist zwar nicht so schön, aber natürlich sicherer als unten auf dem Grund.

Der Weg zum Aussichtspunkt ist gar nicht so leicht zu finden im Gewirr der Gassen. Hin und wieder mal wieder ein Wegweiser, aber dann lange wieder nichts. Zum Glück wissen wir ja so ungefähr wo sich der Aussichtspunkt befindet. Somit stehen wir bald vor den 320 Stufen die hinauf zum Viewpoint führen. Also auf geht’s …. Am Ende der Stufen kommen wir zu einem Kassenhäuschen. Aha inzwischen kostet der Aussichtspunkt also eine Gebühr. Allerdings reden wir hier von 50 Baht (1,25 €) was wir uns gerade noch leisten können. :-) Hier zweigt vom Hauptweg rechts ein Rundweg ab und der führt uns zum Phi Phi Viewpoint 1. Ich hatte vorher bereits auf der Google Maps Karte gesehen das es inzwischen 3 Aussichtspunkte geben soll. Na dann schauen wir doch mal. Um den Viewpoint 1 herum haben die Betreiber einen künstlichen Garten angelegt, was ja noch ganz nett ist. Was uns weniger gefallen hat ist das „I like Phi Phi“ Schild und „Viewpoint 1“ Schild mitten in den Ausblick hinein. Das ist mit Sicherheit den vielen Chinesischen Besuchern geschuldet. Die Chinesen stehen ja auf solch einen Blödsinn.

Außerdem ist der Viewpoint 1 nicht hoch genug um die komplette Schmetterlingsbucht von Phi Phi Island zu überblicken. Also geht es weiter nach oben…

Vom Viewpoint 1 führt uns der Weg teilweise über Treppe, teilweise auf einem Betonweg weiter steil nach oben. An der nächsten T-Kreuzung können wir den Viewpoint 2 bereits von unten sehen. Der Weg führt uns geradeaus hinauf zum Phi Phi Viewpoint 2. Oben angekommen staunen wir nicht schlecht. 2002 standen wir verloren auf einem Stein und haben die Aussicht genossen. Der Blick nach unten ist zwar der gleiche, aber hier oben hat sich alles verändert. Es gibt eine richtig große Aussichtsterrasse von der wir den Blick genießen können. Außerdem gibt es eine Bar / Shop, sowie ein Restaurant.
Nach einer Weile verziehen wir uns auf einen Stein im Schatten und genießen den Blick noch eine ganze Zeit. Gefühlt ist das sogar der gleiche Stein auf dem wir damals 2002 gestanden haben. Der Blick vom Phi Phi Viewpoint ist nach wie vor sensationell, auch wenn das braune Hotel im Hang die Schönheit etwas trübt. Habt ihr unseren Katamaran auch entdeckt? Unten rechts der Katamaran, das ist unsere Dream Escondida.
 
Als wir uns sattgesehen haben folgen wir der Beschilderung zum Viewpoint 3. Ja ihr habt richtig gehört es gibt inzwischen einen weiteren Aussichtspunkt. Na da bin ich ja mal gespannt wo der liegt und aus welchem Winkel man von dort schaut. Zunächst dachte ich wir gehen dreimal um die Ecke und sind dann am Aussichtspunkt, aber weit gefehlt. Der Weg über eine Sandpiste zieht sich ganz schön hin. Als wir da sind staunen wir nicht schlecht, am Eingang wird noch einmal eine Gebühr von 30 Baht fällig. Der Viewpoint 3 gehört nicht zu den anderen Aussichtspunkten und wird privat betrieben. Okay wo wir schon mal hier sind…

Am Eingang sind Bilder von früher und heute ausgehängt. Ist schon ein richtig großer Unterschied. Auf dem oberen Bild stehen nur Palmen unten an den Stränden. Auf dem mittleren Bild sieht es etwa so aus wie 2002 und das untere ist von heute. Ich möchte das nicht weiter bewerten.

Es gibt auch noch eine Ausstellung zur Natur auf Phi Phi Island. Das ist alles recht informativ, aber wir wollen jetzt doch mal sehen ob der Blick von hier auch mit dem Viewpoint 2 mithalten kann. Als wir um die Ecke kommen sind wir sehr positiv überrascht. Die Entfernung ist zwar etwas weiter, aber der Winkel macht den Blick eher hübscher, denn das große braune Hotel ist von hier nicht zu sehen. Am Viewpoint wachsen ein paar schöne Blumen, die man perfekt ins Bild einbauen kann. Der Weg hierher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Am Viewpoint steht noch ein Schild mit einer zeitlichen Empfehlung und das passt genau zu meiner zeitlichen Einschätzung. Beste Besuchszeit ist zwischen 10:00 – 13:00 Uhr und dann wieder zum Sonnenuntergang. Den Sonnenuntergang kann ich mir von hier auch super vorstellen. Zurzeit wäre der Sonnenuntergang von hier oben leicht rechts der letzten Spitze von Phi Phi Don, das sieht bestimmt genial aus.

Es hat sich gelohnt auch den Viewpoint 3 aufzusuchen, nun wollen wir aber runter in den Ort und uns danach noch die beiden Strände ansehen. Also gehen wir zurück. Dieses Mal nehmen wir den Weg am Viewpoint 2 vorbei. Ein paar Meter weiter kommen wir wieder auf den Weg, der uns nach oben geführt hat. Unten angekommen befinden wir uns sogleich in den Gassen voller Shops, Bars, Restaurants… Wir nehmen die erste Gasse rechts, die uns zum Loh Dalum Beach führt. Den Loh Dalum Beach wollen wir uns nochmal genauer anschauen. Der Strand und der Blick die Bucht entlang ist wirklich sehr schön und der Loh Dalum Beach ist bei weitem nicht so voll wie wir erwartet haben. Das hinten rechts, das größte Boot in der Bucht ist übrigens unser Katamaran.
Als nächstes wollen wir uns mal die andere Bucht, auf der gegenüberliegenden Seite des schmalen Mittelteils von Phi Phi Don ansehen. Dazu machen wir uns auf den Weg durch die Gassen des Ortes. Dabei kommen wir neben vielen Shops, Bars, Restaurants… auch an einem Thai-Box-Club vorbei. Da schauen wir doch mal rein. Nichts los, aber dass sollte sich ändern. Wir waren abends nochmal hier. Gift hat uns nach dem Abendessen nochmal an Land gebracht und wir sind hier in den Thai-Box-Club gegangen um das mal gesehen zu haben.

Der Club kostet keinen Eintritt, aber man muss am Eingang ein Getränk kaufen. Wobei die Preise durchaus in Ordnung waren. Um 21 Uhr beginnen die Kämpfe. Zunächst zwei Touristen, die sich vorher melden konnten. Nun ja, dafür darf man auch keinen Eintritt verlangen. Danach dann zwei Tai-Boxer. Das war schon guter Sport. Dann kamen wieder mehrere Touristen gegeneinander. Warum man sich im Urlaub auf die Schnau.. hauen muss verstehe ich nicht. Nun insgesamt war es ganz nett das mal gesehen zu haben, aber nach zwei Stunden sind wir dann wieder los.
 
Wie ihr seht, sind wir nun bereits an der anderen Bucht von Phi Phi Don angekommen. Der Strand auf dieser Seite heißt Ton Sai Beach. Hier ist deutlich mehr los. Sowohl in den Gassen, als auch am Strand. Kein Wunder, denn hier befindet sich auch der Hauptanleger, von dem alle Fähren abfahren und natürlich ankommen.
 
Auch unzählige Longtrail-Boote liegen hier. Die haben sicher Tagesbesucher gebracht oder sehen für Tagesfahrten von hier zu den umliegenden Inseln zur Verfügung. Das hier hat überhaupt nichts mit der Trauminsel Phi Phi Island zu tun, mit der die Touristenkonzerne zu gerne werben. Wir gehen die Bucht entlang und ich muss schon sagen die Bilder sehen deutlich besser aus, als sich das Ganze für uns anfühlt. Vielleicht liegt das auch nur daran das wir bis jetzt allen Touristischen Ansammlungen durch Sems gutes Timing aus dem Weg gehen konnten. Am Cabana Hotel gehen wir noch vorbei bevor wir umdrehen. Das Cabana Hotel liegt an der schmalsten Stelle der Insel, die hier nur knapp 100 Meter breit ist.


Von hier gehen wir quer über die Insel zurück zum Loh Dalum Beach, zu der Stelle an der wir uns verabredet haben. Wir sind pünktlich und Gift wartet bereits auf uns. Allerdings ist sonst noch niemand da. Dachten wir zumindest, aber Gift erzählt uns das er die anderen bereits vor 2 Stunden abgeholt hat. Zu den Aussichtspunkten hoch war es allen zu anstrengend und unten hatten sie nach zwei Stunden genug gesehen. Okay jeder wie er mag. Uns haben die Aussichtspunkte sehr gut gefallen und die Runde durch den Ort und die Strände hat sich auch gelohnt. Gift bringt uns gut zurück an Bord und Sai hat das Mittagessen bereits fertig. Das passt, ja gut. :-)
Nach der Stärkung lichtet Sem den Anker und wir fahren an der Westküste von Phi Phi Don entlang und dann auf Phi Phi Leh zu. Heute ist es ganz schön windig und es schaukelt ganz schön heftig auf dem Katamaran. Sem steuert so, dass wir frühzeitig den Schutz Phi Phi Leh erhalten.
 
Im Schutz von Phi Phi Leh fahren wir in die Maya Bay hinein. Die Maya Bay ist der berühmteste Strand Thailands. Hier und auf der ganzen Phi Phi Island Inselgruppe wurde der Film "The Beach" mit Leonardo Di Caprio gedreht.
Durch diesen Film erlangte der Strand solch eine Berühmtheit, dass er völlig überrannt wurde. Das Ganze nahm solche Ausmaße an, dass er am 01. Juni 2018 schließlich für Besucher gesperrt werden musste. Nach 3,5 Jahren wurde die Maya Bay wieder für Besucher freigegeben. Allerdings unter strengen Auflagen. Die Bucht ist nur noch zwischen 7:00 und 18:00 Uhr zugänglich. Jeder darf nur noch maximal 60 Minuten in der Bucht bleiben und die Besucherzahl ist auf 375 Personen pro Stunde begrenzt. Boote dürfen nicht in der Bucht anlegen. In der Monsunzeit vom 01. August – 30. September wird die Bucht in jedem Jahr geschlossen.

Wir bleiben in sicherer Entfernung auf unserem Katamaran und schauen uns das Treiben am Strand der Bucht von hier aus an. Ich glaube es ist eine gute Idee sich hier nicht ins Getümmel zu schmeißen, obwohl wenn man Bilder von dem schneeweißen Strand und den tollen Felsen im Hintergrund sieht, dass schaut schon klasse aus. Sem fährt einmal um den Felsen herum und zeigt uns den Zugang zum Strand „The Beach“ in der Maya Bucht. Wie schon geschrieben dürfen keine Boote in der Maya Bay anlegen. Die Boote müssen hier an den Steg anlegen und die Besucher betreten den Strand von hinten über einen Weg zwischen Felsen hindurch.
Wir wollten eigentlich weiter um Phi Phi Leh herum zur Lagune Phi Leh Bay. Allerdings schaukelte es hier jetzt so heftig das die schweren, befestigten Liegekissen über Bord fliegen. Sem dreht um und Gift fischt im dritten Versuch die Liegeflächen aus dem Wasser. Sem entscheidet sich die Tour für heute abzubrechen und einen geschützten Strand anzulaufen. Der Wind soll nur heute so heftig sein, so dass wir die Tour morgen fortsetzen wollen. Das hört sich nach einem guten Plan an.
 
Zunächst werden wir gut durchgeschaukelt, aber als wir die Felsen von Phi Phi Don erreichen wird es ruhiger. Wir fahren am Monkey Beach vorbei, kreuzen die Bucht des Loh Dalum Beaches und kommen dann zum Nui Beach.
Sem ankert direkt vor der Bucht und uns stehen alle Wassersportgeräte zur Verfügung. Das Kayak, das Stand-Up-Paddling-Board und das Dingi werden zu Wasser gelassen. Wir entscheiden uns an Bord zu bleiben und die Bucht vom oberen Deck der Dream Escondida zu beobachten. Die Bucht ist ganz gut besucht, aber zunächst nicht übermäßig voll. Je mehr sich die Sonne senkt, desto mehr leuchtet die Bucht in bunten Farben.



Zum Sonnenuntergang ist hier auf einmal der Bär los. Boot um Boot kommt und setzt Besucher ab. Sem erzählt das die Bucht eine bekannte Sunset-Location ist. Schade die Bucht war bis eben noch so nett, jetzt wird sie zur Partybucht. Nun auch das ist interessant anzuschauen, zumindest aus sicherer Entfernung. :-) Auf der anderen Seite senkt sich die Sonne immer tiefer und bietet zwischen den vorgelagerten Felsen einen spektakulären Sonnenuntergang. Als die Sonne sich vom Acker gemacht hat, machen wir das auch und fahren hinüber zum Monkey Beach, wo wir wieder unser Nachtlager aufschlagen.
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