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Von Eltville ist es nicht weit nach Wiesbaden, allerdings hat Wiesbaden eigentlich nicht viel zu bieten. Wäre da nicht das sehr schön am Rheinufer gelegene Biebricher Schloss. Das wollten wir uns auf jeden Fall mal anschauen. Wir parken in einer Seitenstraße direkt links vom Schlosspark von Schloss Biebrich. Durch einen Seiteneingang betreten wir den weitläufigen Schlosspark und befinden uns auf der Rhein abgewandten Seite des Barock-Schlösschens. Der Park wirkt recht wild und nicht sonderlich gepflegt, aber seine Wiesen werden von den Bewohnern Wiesbadens trotzdem ausgiebig genutzt.


Wir gehen die Treppen seitlich hinter dem Schloss Biebrich hinauf und stehen auf der Terrasse hinter dem Schloss. Das Schloss macht einen einheitlichen und harmonischen Eindruck, was verwunderlich ist, wenn man weiß, dass der erste Teil 1696 als Gartenhäuschen gebaut und nach und nach bis 1703 zu einem Wohnschloss ausgebaut wurde. Allerdings bestand zunächst nur ein Pavillon, der zweite, identische wurde zwischen 1704 und 1706 errichtet. Erst danach, ab 1707 wurden beide Pavillons durch einen Mittelbau verbunden und das Schloss erhielt bis 1721 sein heutiges Erscheinungsbild. Durch den Tod des Fürsten Georg August wechselte nicht nur der Besitzer, sondern komplett die Linie Nassau-Idstein. Der neue Besitzer war Fürst Karl von Nassau-Usingen, der den Baustil etwas veränderte und das Schloss nach seinen Vorstellungen bis 1750 nach und nach veränderte. Bis 1841 das Stadtschloss von Wiesbaden fertig gestellt wurde, diente das Schloss Biebrich nun als Hauptresidenz der nassauischen Fürsten und Herzöge. Danach wurde es bis 1866 nur noch als Sommerresidenz genutzt.
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Danach verlor das Herzogtum Nassau das Gebiet im Deutschen Krieg und das Schloss wurde von Preußen übernommen. Später ging es über Herzogs Adolf in Luxenburger Besitz über. 1935 ging das Schloss Biebrich wieder in den Besitz Preußens über. Nach starker Beschädigung im zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss zunächst und wurde erst ab 1961 wieder renoviert. Die Arbeiten wurden erst 1982 abgeschlossen. Seit dem wird das Schloss für Repräsentationszwecke vom Land Hessen genutzt. Wir sind inzwischen auf der Rheinseite angekommen und schauen uns das sehr schön von der Sonne beleuchtete Schloss im Detail an. Besonders in unseren Fokus gelangen die 16 Statuen auf dem Dach in der Mitte des Schlosses. Es handelt sich dabei um die antiken Götter Minerva, Mars, Venus, Merkur, Jupiter, Juno, Apoll und Diana. Wer mitgezählt hat wird feststellen das es nur 8 sind. Richtig, auf der anderen Seite sind die gleichen 8 noch einmal dargestellt. Nun haben wir das Schloss umrundet, wir gehen noch ein Stück am Rhein entlang, aber hier in Wiesbaden hat man nicht viel aus der tollen Lage gemacht. Es gibt keine Weinstände oder Restaurants direkt am Rhein. Somit machen wir uns auf den Rückweg.
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