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Die Häuser werden dichter und höher, ein deutliches Zeichen, dass wir die Randbereiche von Budapest bereits erreicht haben. Als wir um 14:00 Uhr schließlich die Margareteninsel erreichen steigt die Spannung, denn die Einfahrt nach Budapest ist eines der Highlights an Bord einer Donaukreuzfahrt. Gleich nach der Margareteninsel kommt die Margaretenbrücke und damit haben wir das Zentrum von Budapest erreicht. Nun ist es hilfreich zu wissen auf welcher Seite die nächste Sehenswürdigkeit kommt, denn es geht nun Schlag auf Schlag.
Zunächst fahren wir am wunderschönen Parlament von Ungarn vorbei. Im Laufe der zwei Tage Budapest sollten wir das Parlament noch einige Mal zu sehen bekommen, aber im Nachhinein muss ich sagen der Blick von der Donau ist der Schönste.
Danach auf der anderen Seite die Fischerbastei, die Kettenbrücke und der Königspalast. So geht es weiter, bis wir die Freiheitsbrücke passiert haben, denn ein Stück hinter der Freiheitsbrücke, kurz vor der Markthalle legen wir an.
 
 
 
Für heute haben wir zu viert den 3,5 Stunden Ausflug Stadtrundfahrt Budapest gebucht. Für meine Eltern eine gute Möglichkeit etwas von der doch sehr weitläufigen Stadt Budapest zu sehen ohne größere Strecken zu Fuß gehen zu müssen. Kurz nach dem Anlegen geht es auch gleich los. Um 15:00 Uhr ist treffen auf dem Sonnendeck. Wir liegen nicht direkt am Anleger, sondern an einem anderen Schiff. Leider ist der Höhenunterschied zu groß, um einfach durch das andere Schiff gehen zu können. Also müssen wir über das Sonnendeck aufs andere Schiff und dort die Treppen hinunter und nach draußen. Dann noch ca. 150 Meter zum Bus, so viel zum Thema ohne großen Aufwand viel von der Stadt sehen. Für meinen Vater war das schon ganz schön anstrengend.
 
Der Bus fährt zunächst ein Stück auf der Pester Uferseite Richtung Süden und überquert die Donau über die Petőfibrücke. Auf der Buda Uferseite fahren wir dann Richtung Norden und haben die Donau stets im Blick. Die Fahrt geht auch an der Kettenbrücke vorbei, bis zu einem schönen Aussichtspunkt auf das ungarische Parlament. Hier haben wir unseren ersten Stopp. Das ungarische Parlament aus dem Jahre 1902 ist DAS Wahrzeichen von Budapest. Das Parlament hat eine Fläche von 18000m² und ist einer der größten Parlamentsgebäude der Welt. Von der Fassade erinnert es uns an den Westminster Palast in London.
Ein paar Bilder und dann geht es weiter, wieder zurück auf die Pester Seite. Auch hier fahren wir am Ufer entlang, etwa auf Höhe der Amina liegt die Markthalle von Budapest. Hier haben wir 45 Minuten Aufenthalt.
 
Die Markthalle zieht sich über 3 Stockwerke, in denen sich rund 180 Marktstände befinden. In Markthallen kann man immer mal ein wenig rumstöbern. So finden sich auch hier ein paar interessante Angebote. An vielen Ständen darf die typische Salami und die Paprika nicht fehlen. Es gibt auch sehr interessante Kuchensorten. Zum Beispiel als lange bunte Stangen, die aussehen wie Knetgummistangen. :-)

Wir haben uns einen Trdelník gegönnt. Ein Trdelník ist ein aus Hefeteig über offener Feuerstelle gebackenes süßes Gepäck. Der Trdelník wird traditionell auf einem Holzstab gewickelt und auf diesem gebacken. Die Stände sind ja ganz nett, aber vor allem ist die Architektur der Markthalle interessant. Die Markthalle wurde 1897 erbaut und ist eine Stahlkonstruktion mit vielen Fenstern. Die Fassade ist mit bunten, glasierten Ziegeln verziert.
 
Von der Markthalle fahren wir zum Heldenplatz, dem größten und majestätischsten Platz in Ungarn. Um zum Heldenplatz zu gelangen, fahren wir Richtung Norden entlang der Andrássy-Allee, einer der Hauptverkehrsadern von Budapest. Am Ende der Andrássy-Allee liegt der Heldenplatz. Hier haben wir ausreichend Aufenthalt, um den Platz und die Gebäude drum herum anzuschauen. Der Heldenplatz wurde anlässlich des tausendjährigen Jubiläums der Ankunft der Magyaren, der Vorfahren der Ungarn erbaut. Das war bereits im Jahre 1896. Hier sind historische Persönlichkeiten, die Ungarns Entwicklung geprägt haben mit 14 großen Statuen geehrt. In der Mitte des Heldenplatzes steht das Millenniumsdenkmal.
 
An beiden Seiten des Heldenplatzes befinden sich eindrucksvolle Gebäude. In dem rechten ist die Kunsthalle untergebracht und in dem linkem das Museum der Bildenden Künste. Hinter dem Heldenplatz befindet sich noch der künstliche Városligeti-See auf dem man mit Tretbooten fahren kann und im Winter wird hier Schlittschuh gelaufen. Auf der anderen Uferseite steht Schloss Vajdahunyad, dem sich mit dem berühmten Budapester Stadtwäldchen der größte Park der Stadt anschließt. Vom Heldenplatz bringt uns der Bus zurück zum Schiff.
 
Nach dem Abendessen gehen Ela und ich nochmal auf der Pester Uferseite an der Donau entlang und schauen uns beleuchteten Bauten, auf der anderen Seite der Donau, im Stadtteil Buda an.
 
Da stechen vor allem die Fischerbastei, der Königspalast und die Freiheitsbrücke heraus. Aber auch sonst ist das Treiben an der Donau interessant zu beobachten. Unzählige junge Budapester feiern hier in kurzfristig erstellten Locations. Da werden Klapptische vor Türen in Brücken aufgestellt oder zweistöckige Bretterbuden zusammengenagelt. Wohlgemerkt heute ist Montag und kein Wochenende. Aber klar, in Budapest leben eine Menge Studenten. :-)
 
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