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Heute wollen wir mit der S-Bahn, dem Bus und zu Fuß möglichst viel von Budapest erkunden. Meine Eltern haben den Ausflug Pusta-Gestüt vom Schiff gebucht und werden dort mit dem Bus vom Schiff abgeholt und wieder zurückgebracht. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zur Freiheitsbrücke wo sich die nächste S-Bahn - Fővám tér M – befindet.
 
Hier fahren die S2, S2B, S23 die alle am Pester Donauufer entlangfahren. Die Fahrt mit der historischen Linie zwei in Budapest ist fast wie eine kleine Stadtrundfahrt. Die S2 fährt die gleiche Route, die wir gestern bereits zu Fuß gegangen sind und wir haben wieder einen schönen Blick auf die Donau und die großartigen Bauwerke auf der Seite des Stadtteils Buda. Wir fahren bis zur Haltestelle Széchenyi István tér an der Kettenbrücke. Dort steigen wir in den Bus 16, der direkt zur Matthiaskirche und Fischerbastei fährt.

Die Matthiaskirche und Fischerbastei befinden sich genau nebeneinander. Die Matthiaskirche ist eine der wichtigsten katholischen Kirchen von Budapest. In der Matthiaskirche wurden mehrere Könige und Königinnen gekrönt, unter anderem 1459 Mathias Corvin, nachdem die Kirche dann auch benannt wurde. Zwischen der Matthiaskirche und der Fischerbastei steht die Statue von König Stephan, dem ersten König von Ungarn, der auf einem Pferd sitzt.

Die Fischerbastei ist ein 140 Meter langer Teil der ehemaligen Stadtmauer. Auf diesem Abschnitt aus dem Jahre 1902 befinden sich sieben Türme. Der Abschnitt nennt sich Fischerbastei, weil die Fischergilde im Mittelalter diesen Bereich der Stadtmauer zu bewachen hatte. Gleich hinter der Statue von König Stephan besteigen wir die Mauer der Fischerbastei. Nachdem wir oben sind, haben wir zum einen, einen sehr schönen Blick auf die Statue von König Stephan und dahinter die Matthiaskirche und zum anderen, über Buda und die Donau hinweg bis nach Pest. Auf der Pester Seite sticht das prächtige ungarische Parlament heraus.
Am Ende des zugänglichen Weges auf der Mauer der Fischerbastei gehen wir die Treppen hinunter und stehen auf einem schönen Platz, der den Abschluss der Fischerbastei bildet.
  
Von hier gehen wir einmal um die Matthiaskirche herum und kommen zum Vorplatz der Matthiaskirche. Hier steht noch die Dreifaltigkeitsstatue und im Hintergrund das Innenministerium.
Von hier aus suchen wir uns einen Weg zum Königspalast. Das ist gar nicht so einfach. Hier oben wird gerade überall gebaut. Letzten Endes finden wir aber doch einen Weg. Der Königspalast oder auch Budaer Burgpalast wurde 1733 erbaut und ist UNESCO – Weltkulturerbe. Heute befindet sich in dem Palast die ungarische Nationalgalerie, das historische Museum Budapests und die Nationalbibliothek. Nichts, was uns bei nur 1,5 Tagen Budapest interessiert.
Stattdessen genießen wir die Außenansicht des Palastes und den Blick auf die Donau. Im Vordergrund sehen wir die Kettenbrücke und im Hintergrund das ungarische Parlament.

 
So langsam wird es Zeit den Burgberg zu verlassen, aber nicht ohne uns die Standseilbahn genauer anzusehen. Die Standseilbahn von Budapest überwindet den Höhenunterschied vom Donauufer hinauf zum Burgberg. Die Standseilbahn wurde bereits 1870 eröffnet und ist damit die zweitälteste der Welt. Auf einer Strecke von 90 Metern, werden 50 Höhenmeter überwunden. Aber die 50 Höhenmeter schaffen wir auch zu Fuß und suchen uns einen Weg zur Kettenbrücke, die wir als nächstes zu Fuß überqueren wollen.
Die Kettenbrücke wurde 1849 eröffnet und ist die erste dauerhafte Brücke über die Donau. Von der Brücke haben wir einen sehr schönen Blick in alle Richtungen. Zurück auf die Buda-Seite schauen wir auf die Fischerbastei und durch die Brücke hindurch zum Königspalast. Auf der Pester-Seite vor allem auf das Parlament.
 
Bei dem Wetter ist die Überquerung der Brücke absolut zu empfehlen. Seit der letzten Renovierung ist die Kettenbrücke für den Autoverkehr gesperrt. Es dürfen nur Busse, Taxi, Motorräder und Fahrräder die Brücke passieren.
 
 Wieder auf der Pester-Seite angekommen wollen wir der St.-Stephans Basilika noch einen kurzen Besuch abstatten. Gestern während der Stadtrundfahrt hatten wir einen schönen Blick die Gasse hinunter auf die St.-Stephans Basilika. Genau diese Gasse suchen wir uns und gehen auf die St.-Stephans Basilika zu. Vom Vorplatz der St.-Stephans Basilika haben wir gerade noch so die Möglichkeit die St.-Stephans Basilika komplett aufs Bild zu bekommen. Die Basilika ist aus dem Jahre 1906 und ist die größte katholische Kirche in Budapest. Die Bauzeit betrug 50 Jahre und die Basilika erhielt ihren Namen nach dem ersten König von Ungarn. Rein schaffen wir es aus zeitlichen Gründen nicht, also umrunden wir die St.-Stephans Basilika und machen uns dann wieder auf den Weg zum Schiff. Um 13:00 Uhr verlässt die Amina Budapest und es wäre nicht schlecht, wenn wir dann an Bord sind. :-)
Wir suchen uns die nächste S-Bahn-Station und fahren mit der Linie 2 zur Freiheitsbrücke. Von dort gehen wir zu Fuß am Ufer entlang zu unserem Schiff. Von der anstrengenden Besichtigung sind wir doch tatsächlich etwas hungrig. Da passt es doch gut, dass die Amina Budapest um 13:00 Uhr verlässt. Wir suchen uns ein Fensterplatz in der Trattoria Caminetto und genießen das Auslaufen aus Budapest bei einem Glas Wein und einer Kleinigkeit zu Essen.
Unser nächstes Ziel ist das 222 km entfernte Bratislava, dass wir am nächsten Morgen erreichen. Das Wetter ist perfekt und wir verleben einen wundervollen Tag auf dem Sonnendeck. Dabei passieren wir wieder die Burg Visegrad und zum Abend dann Esztergom. Alles wunderbar von der Sonne beleuchtet.
 
 
 
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