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Für Wien steht uns der ganze Tag zur Verfügung, erst um 22:00 Uhr heißt es heute Leinen los. Also haben wir entschieden mit meinen Eltern zusammen den Ausflug „Wien mit Altstadtspaziergang“ zu unternehmen und später noch einmal allein loszuziehen. Der Ausflug startet um 9:15 Uhr direkt vor dem Schiff. Die Fahrt geht vom Anleger in die Innenstadt, der erste Halt ist das Hundertwasserhaus. Hier haben wir ein paar Minuten Aufenthalt. Für uns ist das Hundertwasserhaus nicht der Knaller, wir haben in unserer Heimatstadt ja den Hundertwasserbahnhof.
Vom Hundertwasserhaus fahren wir die berühmte Wiener Ringstraße, die einmal komplett um die Innenstadt von Wien herumführt. Dabei kommen wir an den berühmten und traditionsreichen Prachtbauten Staatsoper, Parlament, Burgtheater, Rathaus, Universität und Votivkirche vorbei. Das Ganze geht ganz schön schnell, so dass wir gar nicht so schnell gucken können, wie wir vorbei sind.
 
 Der nächste Stopp ist der Schwedenplatz. Der Schwedenplatz ist ein Verkehrsknotenpunkt. Hier stoppen U-Bahn, S-Bahn und Busse. Auch für uns ist es nur ein Ausstiegsort. Wir gehen von hier die Fußgängerzone in Richtung Stephansplatz und stehen vor dem Stephansdom. Hier haben wir eine Stunde zur freien Verfügung. Besser gesagt in einer Stunde ist Treffpunkt am Bus. So viel Zeit ist das gar nicht, denn wir müssen ja mit meinem Vater noch das Stück zurück zum Schwedenplatz, aber den Stephansdom von außen, sowie den Platz um den Dom herum schauen wir uns in Ruhe an. Rings herum sind viele teure Geschäfte und nicht minder teure Wiener Kaffeehäuser. Danach gehen wir noch ein Stück den Graben entlang. Der Graben ist eine breite Fußgängerzone, die vom Domplatz abzweigt. Die historischen Gebäude, der Leopoldsbrunnen und die Wiener Pestsäule machen den Graben zu einem lohnenswerten Abstecher.

Nun wird es aber wirklich Zeit, wir gehen zurück zum Schwedenplatz und von dort bringt uns der Bus wieder zurück zum Schiff. Hier in Wien liegen wir an der Liegestelle 8. Endlich mal in erster Reihe, so dass wir ein Foto von uns vor der MS Amina machen können. Gegen 12:45 Uhr sind wir wieder an Bord.
 
Kurz nach 13:00 Uhr machen Ela und ich uns wieder auf den Weg in die Innenstadt von Wien. Dieses Mal wollen wir Wien zu Fuß erkunden. Dazu gehen wir zu Fuß zur etwa 850 Meter entfernten U-Bahn-Station Vorgartenstraße und fahren von dort mit der U1 wieder zum Stephansplatz. Am Stephansplatz beginnen wir unseren Rundgang und gehen die Kärntnerstraße als erstes zur Staatsoper aus dem Jahre 1708. Die Staatsoper ist damit der erste prachtvolle Monumentalbau an der Ringstraße. Bekannt ist die Wiener Staatsoper heute vor allem wegen des einmal im Jahr stattfindenden berühmten Wiener Opernballs.

Von der Staatsoper gehen wir durch den Burggarten zur Hofburg. Der Burggarten ist bei dem schönen Wetter gut besucht. Auf dem Rasen sind Decken ausgebereitet und es wird gechillt oder gepicknickt. Die imposante Hofburg kann nur teilweise von innen besichtigt werden. In der Hofburg ist unter anderem der Amtssitz des Österreichischen Bundespräsidenten, die Spanische Hofreitschule, die Silberkammer, das Sisi Museum, die Schauräume des Kaiserappartements sowie die Österreichische Nationalbibliothek untergebracht.
 


Wir gehen zwischen den Gebäuden hindurch und kommen am Heldenplatz heraus. Hier blicken wir von der anderen Seite auf die Hofburg. Der Heldenplatz hat seinen Namen nach den beiden Helden, deren Denkmäler hier auf dem Platz stehen. Da ist zum einen der österreichische Feldherr Prinz Eugen und zum andere der Erzherzog Karl.
 
Vom Heldenplatz kommen wir direkt in den Volksgarten Wien. Der Volksgarten bietet einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt. Neben den schönen Blumenbeten befinden sich hier ein paar Denkmäler und historische Gebäude wie der Theseustempel. Im Volksgarten befinden sich auffällig viele Bänke, die jeweils ein Namenschild des edlen Spenders tragen. Ein schöner Ort, der über die Rosenbeete hinweg einen schönen Blick auf das Burgtheater bietet.

Wir verlassen den Volksgarten durch den Seitenausgang und sind nur durch die Straße vom österreichischen Parlament getrennt. Ganz schön beeindruckender Bau im griechisch-römischen Stil, in dem heute der Nationalrat und der Bundesrat von Österreich untergebracht sind.
Nur ein paar Schritte weiter, auf der gleichen Straßenseite, kommen wir zum Wiener Rathaus. Vor dem neogotischen Gebäude findet gerade ein Filmfestival statt. Jeden Tag werden 1-2 Filme aufgeführt und für Essen und Trinken ist auch gesorgt. Wir legen hier eine Pause ein und holen uns ein kühles Getränk. Die Filme laufen immer abends, trotzdem ist hier ganz schön was los. Zur Adventszeit findet auf dem Rathausplatz immer der Weihnachtsmarkt statt.
 


 
Wir verlassen den Rathausplatz in Richtung Burgtheater, dass wir rechts liegen lassen und vorbei am Schottenstift, der Mariensäule wieder den Graben Wien erreichen. Zur Erinnerung, der Graben ist die exklusive Shoppingmeile mit den schönen Palais, der Peterskirche, der Pestsäule und dem Leopoldsbrunnen.
 
Kurze Zeit später stehen wir wieder vor dem Stephansdom. Von hier fahren wir mit der U1 zum Prater Stern. Nach verlassen der U-Bahn gehen wir auf den Prater mit seinem berühmten Riesenrad. Der Eingang des Praters ist sehr klassisch und ansprechend gestaltet. Der Prater war früher eine grüne Fläche mit einem Riesenrad und ein paar Buden drumherum.
 
 
Heute sieht es hier komplett anderes aus. Der Prater ist zu einem großen Dauerjahrmarkt verkommen, auf dem sich Fahrgeschäft an Fahrgeschäft reiht. Eins spektakulärer als das andere. Aber alles lieblos hingestellt. Nicht wie in anderen großen Parks optisch schön aufbereitet. Hier sieht es so aus, als wenn die Fahrgeschäfte morgen wieder abgebaut werden können. Wir durchqueren den Prater und entscheiden uns quer durch das angrenzende Wohngebiet zum Schiff zurückzugehen.
  

Wieder an der Amina angekommen spüren wir die vielen Kilometer auf Asphalt ganz schön in den Knochen. Puh erstmal ein Getränk auf dem Sonnendeck und dann mal schauen, wie meine Eltern sich den Tag vertrieben haben. Die sitzen in der Panorama-Lounge und unterhalten sich gut. Prima wir gesellen uns kurz dazu und machen uns dann fürs Abendessen frisch. Das Ablegen um 22:00 Uhr erleben wir heute aus der Panorama-Lounge.
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