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Die Blue Star Naxos legt auf Amorgos im Hafen Egiali an, wir haben uns als Hotel aber das Skopelitis Village, oberhalb von Katapola ausgesucht. Also brauchten wir einen Mietwagenanbieter, der in beiden Häfen eine Station hat, denn die Weiterreise in ein paar Tagen ist ab Katapola. Unsere Wahl viel in diesem Jahr auf FM rent a car. Vom Hafen in Egiali sind es zu Fuß nur ein paar Meter bis zur Mietwagenstation. Die Mietwagen Übernahme ist schnell erledigt, einzig der geringe Benzinstand macht uns etwas Sorgen. Der Vermieter schaut sich kurz auf die Tankanzeige und winkt ab. Kein Problem, damit kommen wir locker nach Katapola. Etwas unsicher machen wir uns auf den Weg ins 20 Kilometer entfernte Skopelitis Village Hotel.

Den Hotelmanager Andreas kennen wir noch von unserem letzten Aufenthalt. Wegen der späten Ankunftszeit waren wir bereits im Vorfeld mit Andreas im Kontakt. Er sagte uns, er wartet, egal wie spät es wird. So war es dann auch. Als wir auf den Hof fuhren, wartete er bereits auf uns. Die Begrüßung war herzlich und er führte uns aufs Zimmer. Wir haben nur kurz die Koffer abgestellt und sind dann zum Essen in unser Lieblingsrestaurant, dass Youkali unten in Xilokeratidi, gefahren. Hier haben wir jeden Tag gegessen. Das Restaurant kennen wir bereits von unserem letzten Amorgos Aufenthalt. Das Youkali, Xilokeratidi und Katapola habe ich in meinem letzten Amorgos Bericht ausführlicher beschrieben. Wer das lesen möchte, klickt HIER.
Ich stelle euch als erstes mal unser Hotel, das Skopelitis Village ein wenig näher vor. Das Skopelitis Village Hotel liegt auf halber Höhe zwischen Katapola und der Chora. Unser diesjähriges Zimmer haben wir eigentlich bereits beim letzten Besuch ausgesucht. Erster Stock, erste Reihe, bester Blick auf die Bucht. Sonst ist das Zimmer nicht spektakulär, aber alles da was mach braucht. Klimaanlage, Kühlschrank, große Regendusche …
 
 
Die Frühstückterrasse lag beim letzten Mal noch direkt vor unserer Eingangstür. Der gesamte Bereich war etwas eng. In dem kleinen Raum war sowohl das Buffet als auch die Rezeption untergebracht. Der gesamte Bereich wurde jetzt in dem Gebäude auf der anderen Straßenseite untergebracht. Das Skopelitis Village verfügt jetzt über einen richtig großen Frühstücksraum, in dem das Buffet untergebracht ist. Hier ist auch viel Platz, um bei schlechtem Wetter drinnen zu frühstücken. Selbst wenn alle Gäste auf einmal hier frühstücken würden, wäre der Raum nur halb gefüllt. Wir wundern uns nur kurz über die Größe, denn Andreas erklärt uns, dass hier auch externe Veranstaltungen stattfinden. Familienfeiern, kleine Konzerte von regionalen Künstlern… Auch die Rezeption ist hier untergebracht, außerdem eine kleine Bar. Bei unserem letzten Besuch befand sich unser Apartment direkt oberhalb des Frühstückraums. Wir hatten zum Glück immer gutes Wetter und konnten draußen auf der Terrasse frühstücken. Auch von hier haben wir einen schönen Blick auf die Bucht von Katapola.
 
 
Nach einem ersten ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Kloster Chozoviotissa. Das Kloster ist eine Vormittagslocation, denn nachmittags liegt es in Schatten. Deshalb fahren wir aber zunächst Richtung Chora, lassen diese aber im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und umrunden den Mühlenhügel, bis wir zur Kreuzung kommen, die rechts in den Südwesten von Amorgos führt und links zum Kloster. Wir fahren links und erreichen kurz danach den Parkplatz des Klosters. Der kleine Parkplatz ist belegt und wir parken stattdessen rechts am Straßenrand. Am Eingangstor zum Weg hinauf zum Kloster schauen wir auf die Ikone der Jungfrau Maria von Hozeva und hinauf zum 300m über dem Meer liegendem Kloster Chozoviotissa.
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Das Kloster klebt am 730 Meter hohen Berg Profitis Ilias. Auf geht es hinauf zum Kloster, das 812 errichtet worden ist und im 11. Jahrhundert nach einem Piratenangriff neu aufgebaut werden musste. Der Weg windet sich über 300 Stufen nach oben. Unterwegs haben wir immer wieder spektakuläre Blicke auf das Kloster und die umliegende Landschaft, sowie nach unten aufs Meer. Als wir oben um die Ecke biegen wissen wir ja bereits was uns erwartet und trotzdem ist der Anblick wieder spektakulär. Wie dieser Bau mit einer Länge von 40 Meter, einer maximalen Breite von nur 5 Meter und 8 Stockwerken am Felsen klebt, ist schon irre.

Die Öffnungszeiten des Klosters Chozoviotissa sind täglich von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Noch ist das Kloster also geradeso geöffnet. Aber wir haben auch dieses Mal nicht vor es von innen zu besichtigen. Männer und Frauen in kurzen Hosen und schulterfreien Oberteilen bekommen keinen Einlass in das Kloster. Frauen dürfen gar keine Hosen tragen, sie müssen einen Rock deutlich über die Knie tragen. Bei den Temperaturen möchte ich so nicht rumlaufen. Der Mönch am Eingang bietet zwar Leihklamotten an, aber wer weiß wie viele in denen seit der letzten Wäsche schon gesteckt haben. Inzwischen ist es kurz nach 13:00 Uhr und die letzten Besucher kommen aus dem Kloster und gehen zurück zum Auto. Plötzlich ist hier nichts mehr los. Wir sind jetzt alleine, genießen die Ruhe und den Blick auf das Kloster und das tief unter uns liegende Meer. Die Katzenfamilie, die zum Kloster gehört, hat auch wieder ihre Ruhe und kuschelt sich dicht aneinander. Was für ein süßer Anblick.

Nachdem wir das alles hier genossen haben, machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Natürlich nicht ohne das wir uns noch mehrfach umdrehen und den Blick auf das Kloster genießen.

Nach so viel Kultur wird es Zeit für einen Badestopp. Nun ist die Auswahl an schönen Stränden auf Amorgos nicht besonders groß, aber einen sehr schönen gibt es ganz im Südwesten. Also fahren wir zu der Kreuzung zurück, die uns zum Kloster geführt hat und fahren dort geradeaus, um der Hochstraße in den Südwesten zu folgen.
Obwohl wir die Straße schon von letztem Besuch kennen, sind wir wieder geflasht von der grandiosen Landschaft. Besonders der Blick zurück auf die mächtige Steilküste um das Kloster Chozoviotissa hat es uns angetan. Den besten Spot zum Stoppen für diesen Blick erkenne ich sofort wieder. Am schönsten ist der Spot am späten Nachmittag, wenn die Sonne schon etwas tiefer steht, aber nicht zu spät, dann werden die Schatten schon wieder zu lang. :-)
Die Straße schlängelt sich durch ein paar kleine Dörfer und vorbei an Feldern, Oliven- und Feigenhainen.
 
Schließlich kommt am südwestlichsten Zipfel von Amorgos der Kalotaritissa Beach in Sichtweite. Sofort nachdem wir die Naturbucht des Kalotaritissa Beachs erblicken, stoppen wir, denn hier oberhalb der Bucht haben wir den schönsten Blick auf die karibisch wirkende Bucht.
Unten am Parkplatz angekommen ist der Parkplatz gut besucht und auch am Strand ist mehr los als bei unserem letzten Besuch. Die Liegen am Strand sind gut besucht, was uns egal ist. Wir suchen uns ein Plätzchen im Schatten unter einem Baum und genießen den Blick auf das türkise Wasser.
Nach einer ausgiebigen Pause gehen wir den Strand komplett entlang und schauen uns die schöne Bucht an. Die Fischerboote schaukeln vor sich hin und bieten einen schönen Kontrast zum türkisem Wasser.
 
Wir haben die Strandpause sehr genossen, aber wir wollen noch einen Blick in die Chora werfen. Also fahren wir den Weg über die Hochstraße zurück und halten am Parkplatz bei dem Kreisel, wenn man von Katapola in die Chora hinauffährt.
 
Von hier sind es nur ein paar Schritte in die Chora und somit halten wir auch bei unseren weiteren Besuchen immer hier. Die Bilder sind bei mehreren Besuchen während unserer diesjährigen Reise entstanden, mal sehen, ob ihr das am Licht erkennt. :-) Die Chora von Amorgos wurde im 13. Jahrhundert von den Venezianer zum Schutz vor Überfällen sarazenischer Piraten errichtet. Aus diesem Grund liegt die Chora auf einer Höhe von 350 Meter über dem Meer und wurde so gebaut, dass sie vom Meer unsichtbar ist.
Gleich am Anfang der Chora kommen wir zu einem meiner Lieblingsmotive in der Chora von Amorgos. Die Allerheiligen und St Christodoulos Kirche und daneben die Würfelhäuser mit den Blauen und Grünen Türen und Fenster, sowie die schmiedeeisernen Balkone bieten einen sehr schönen Start in die Chora. Im Hintergrund noch die Mühlenhügel, ein sehr harmonisches Bild.

Wir schlendern durch die uns gut bekannten Gassen und genießen dabei jeden Meter. In der Chora leben heute noch ca. 400 Einwohner, die ganz genau wissen wie man unebene Flächen möglichst gewinnbringend nutzt. Man findet Tische auf Treppen, bei denen die Tischbeine so zurechtgeschnitten sind, dass die Tische auf unterschiedlichen Stufen stehen können. Es gibt Tische aus dehnen eine Ecke rausgesägt wurde, damit sie um die Wandecke herum aufgestellt werden können. Die Geschäfte nutzen Fensterläden als Ausstellungsfläche…
  
Auch in diesem Jahr haben wir unsere Getränkepause im idyllischen Café Kath´oden eingelegt. Die Sitzplätze sind so ausgerichtet, dass man gleich zwei Gassen entlangblicken kann. Da macht das „People Watching“ gleich noch mehr Spaß. :-) Das Café scheint einen neuen Besitzer zu haben, die alte Dame vom letzten Mal war auf jeden Fall nicht mehr zu sehen. Stattdessen ein netter Herr in den 50ern. An der Musik müsste er noch mal etwas arbeiten, war leider sehr klassiklastig.
 

Dem Dorfplatz mit den drei Kirchen und dem tollen Apóspero Restaurant haben wir dieses Mal nur einen kurzen Besuch abgestattet. Beim letzten Mal haben wir hier einmal abends gegessen. Eines meiner Besten Tuna-Steaks ever.

Vom Dorfplatz mit den drei Kirchen gehen wir einen Querweg, der uns zum nächsten Dorfplatz, dem Loza-Platz führt. Uns führt der Weg vorbei an der Mariä Himmelfahrt Kirche, der örtlichen Polizeistation, diversen Tavernen, bis zum Zugang zum Kastrofelsen.
 
Natürlich sind wir auch den Mühlenhügel hinaufgegangen. Dazu gehen wir wieder zurück zum ersten Dorfplatz mit dem Restaurant Apóspero. Dort gehen wir die Treppe Richtung Mühlenhügel hinunter, zum kleinen Platz mit der ehemaligen Post und dem Geldautomaten. Jetzt noch ein paar Mal um die Ecke und schon steht man vor der Doppelkapelle „Drei Kinder und Agios Nikolaos“ direkt unterhalb der Mühlen.
Bei unserem letzten Besuch war der Zustand der Mühlen sehr unterschiedlich. An einigen Mühlen wurde gerade gepinselt und gemauert. Diese Arbeiten sind alle abgeschlossen. Äußerlich sind alle frisch gestrichen und haben ein heiles, rotes Dach. Allerdings hat keiner der Mühlen Flügel, wahrscheinlich ist die Angriffsfläche für den Wind dann zu groß und die Mühlen werden wieder beschädigt.
 
Wir haben uns wieder entschieden zum Abend den Mühlenhügel zu besteigen, weil das Licht auf die Chora dann am besten ist. Wenn man zu den südwestlichsten Mühlen geht, kann man die ganze Reihe der Mühlen im guten Licht fotografieren. Wie immer ist es hier oben ganz schön windig und im September kann der Wind gegen Abend ganz schön kühl werden. Nach gut 30 Minuten machen wir uns auf den Rückweg zum Auto und fahren zurück zum Skopelitis Village Hotel, um den Sonnenuntergang auf unserem Balkon zu genießen.

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