Victoria - Vancouver Island


 

 

 

Victoria - Inner HarbourVancouver Island mit gut 31000 km² hat etwa die Größe von Belgien. Während dort aber über 10 Mio. Menschen leben, findet man auf Vancouver Island gerade etwa eine halbe Million Einwohner.
Die gebirgige, teilweise über 2000 m aufragende Insel stellt die Fortsetzung der Olympic Mountains im Süden dar. Der höchste Punkt, der 2200 m hohe Golden Hinde, befindet sich im kaum erschlossenen Strathcona Provincial Park fast genau in der Mitte der Insel. Die dem rauhen Pazifik direkt ausgesetzte fjordreiche Westküste ist nahezu unbesiedelt. Ein Teil dieser einsamen Küstenlandschaft bildet den Pacific Rim National Park. Die größeren Siedlungen liegen an der dem Festland zugewandten Ostküste. Nahezu die gesamte Bevölkerung lebt im südlichen Drittel der Insel.
So vielfältig wie die Landschaft ist auch das Wetter. Die dem Pazifik zugewandte Seite empfängt den meisten Niederschlag, während Victoria an der Südostspitze im Regenschatten der Olympic Mountains liegt. Vancouver Island besitzt 3400km Küste und über 2000 Seen und ist damit ein Paradies für Naturfreunde.
Auf Vancouver Island gibt es nicht nur einsame Strände, stille Plätzchen und Lagerfeuerromantik. Zur Natur pur bietet das angenehme Flair von Victoria einen reizvoll zivilisierten Kontrapunkt. Für uns ist die Provinzhauptstadt, die eine einmalige Lage hat, dass erste Ziel. Das historische Zentrum ist auf drei Seiten von Wasser umgeben, während die gesamte Stadt vor der Kulisse der Olympic Mountains auf der anderen Seite der Juan de Fuca Strait einen Kreis um den idyllischen Inner Harbour bildet.

Victoria - Inner HarbourVictoria - Inner Harbour

 


 

 

 

 

 

 

Victoria - Empress Hotel

Empress Hotel - VictoriaDie älteste Siedlung von British Columbia, benannt nach der damals regierenden Königin, wurde vom Chef der Hudson's Bay Company, James Douglas, bereits 1843 als abgelegener Außenposten für den Pelzhandel gegründet. Nur einige Dutzend Europäer lebten zunächst dort: Neben den Pelzhändlern hatten sich später einige Farmer und ein paar Handwerker niedergelassen, die das Leben in der kleinen Siedlung ein wenig leichter machten. Nach wenigen Jahren brachte der Goldrausch am Fräser River 1858 einen plötzlichen Aufschwung, der Hafen wurde ausgebaut und die schnell wachsende Siedlung zum Durchgangsort für Tausende von Goldgräbern. Nach dieser wilden Zeit wurde Victoria die Hauptstadt der neu geschaffenen Kronkolonie British Columbia.
Die Infrastruktur der Stadt ist hervorragend auf Besucher ausgerichtet. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind auf engstem Raum versammelt und wir können die kleinen Straßen und Gässchen im Zentrum bequem zu Fuß erkunden.

Empress Hotel - VictoriaEmpress Hotel - Victoria


 

 

 

 

 

 

 


Parliament Buildings - VictoriaBeim Info Centre am Inner Harbour versorgen wir uns zunächst mit einen Stadtplan. Der Hafen, der zunächst Durchgangsstation für die Goldgräber war, verlor nach der Fertigstellung der transkontinentalen Eisenbahn mit dem Aufschwung von Vancouver rasch an Bedeutung. Heute liegen im Hafenbecken überhaupt keine Lastschiffe mehr, vielmehr schauen wir von der schönen Uferpromenade auf Privatjachten und kleine Ausflugsboote.
Ein Blickfang ist das efeubewachsene, monumentale Empress Hotel mit 482 Zimmern, das schon 1905 für die Canadian Pacific Railroad gebaut wurde. Sehenswert ist der Bengal Room, wo man stilecht unter Tigerfellen einen Gin-Tonic genießen und an die goldene Zeit des Empire denken kann. Das eindrucksvolle Gebäude stammt von dem Architekten Francis Mawson Rattenbury, der auch die 1898 fertiggestellten Parliament Buildings am Süden des Hafenbeckens entworfen hat, die heute noch als Sitz der Provinzregierung dienen. Wir nehmen im Parliament Buildings an einer sehr zu empfehlenden Führung teil. Das beste ist, sie ist auch noch kostenlos.

Parliament Buildings - VictoriaVictoria - Parliament Buildings


 

 

 

 

 

 

 

Parliament Buildings - Victoria

 

Empress Hotel - Victoria

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Victoria - Thunderbird ParkVom Parlament folgen wir der Government Street nach Norden und durchqueren die Einkaufsmeile mit Kaufhäusern und Buchläden. Alles zeugt vom britisch-kolonialen Einfluss, exotische Kräuterläden, Messingguss aus Indien, Tartan aus Schottland und Porzellan aus England. Die Souvenir-Shops, gewürzt mit einer Prise englischen Flairs, leben gut, denn Victoria lockt im Sommer buchstäblich Tausende von Besuchern an, so auch uns.

 


Thunderbird Park- Victoria

 

 

Interessant ist auch ein Besuch im Royal British Columbia Museum gleich östlich vom Parlament. Das größte, bereits 1896 gegründete Museum der Provinz befasst sich mit der Natur- und Siedlungsgeschichte von British Columbia. Längst vergangene Zeiten erwachen dort zu neuem Leben: Der Besucher kann durch die Straßen einer Pioniersiedlung wandern, an Bord der „Discovery“ von Kapitän Vancouver gehen oder ein indianisches Langhaus betreten. Ausstellungen informieren über die Unterwasserwelt des Meeres und den küstentypischen Regenwald. Auch der benachbarte Thunderbird Park gehört zum Museum. Dort stehen mehrere Totempfähle, die von indianischen Künstlern im Auftrag des Museums geschnitzt wurden. Im Sommer kann man ihnen bei der Arbeit im Longhouse zuschauen. Uns zieht es jetzt einmal zum Hafen, wir wollen noch den Wasserflugzeugen beim starten und landen zusehen. Gar nicht so einfach gute Fotos von den Biestern zu machen, aber es gelingt uns schließlich doch....

 


Wasserflugzeug Vancouver IslandVancouver Island - Wasserflugzeug

 

 

 

 

 

 

 

Wasserflugzeug - VictoriaVictoria - Wasserflugzeug

 

 

 

 

 

 

 

So nun aber raus in die Natur...